City Girls – Dämonen, Vamps und Bubiköpfe

Stummfilme im Babylon anlässlich des 65. Geburtstages von Christina von Braun und Inge Stephan

Das CITY GIRL eroberte in den 20er Jahren die Kino-Leinwände. Die
Heldinnen traten in einem neuen Look auf: mit Bubikopf, kurzem Rock und
Zigarette. Ihr Schauplatz war die Großstadt. Anlässlich des 65.
Geburtstages von Christina von Braun (Institut für Kulturwissenschaft,
Forschungsschwerpunkt Geschlecht und Geschichte) und Inge Stephan
(Institut für deutsche Literatur, Schwerpunkt Geschlechterproblematik
im literarischen Prozess) findet ein Symposium unter dem Titel „City
Girls – Dämonen, Vamps und Bubiköpfe in den 20er Jahren“ statt. Es
widmet sich dem Bild der Neuen Frau als internationales,
interkulturelles und intermediales Phänomen der Moderne einerseits mit
Filmvorführungen, andererseits mit wissenschaftlichen Vorträgen.




Die Frauenbilder der 20 Jahre – die Bubiköpfe und Backfische, Flapper,
Working Girls und Vamps – sind Ausdruck eines veränderten
Rollenverständnisses der Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Weiblichkeit, Großstadt und Moderne verdichten sich zum Mythos der
‚Neuen Frau‘. Das Bild ist nicht mehr von den drei „K’s“ (Kinder,
Küche, Kirche), sondern von den drei „M‘s“ (Mode, Metropole, Medien)
geprägt. Film und Fotografie, Literatur und bildende Kunst nehmen diese
Veränderungen im Geschlechterverhältnis auf, entfalten sie im Bild der
Neuen Frau und reflektieren die Darstellung dieses neuen Frauentyps,
wie zuletzt die Retrospektive City Girls. Frauenbilder im Stummfilm der
Berlinale 2007 gezeigt hat.

Im Kino Babylon werden am Abend des 2. Juli sowie ganztägig am 3. Juli
die folgenden Stummfilme mit Originalklavierbegleitung gespielt und
inhaltlich eingeführt: Ernst Lubitschs „Die Austernprinzessin“ (1919),
Clarence Badgers „It“ (1926/27), G. W. Pabsts „Dirnentragödie“ (1927)
und Per Lindbergs „Norrtullsligan“(1927). Ein Kombiticket ist für alle
fünf Vorführungen kostet zwölf Euro.

Am 4. Juli sind u.a. wissenschaftliche Vorträge zu okkulten
Medien, dem frühem Stummfilm (Dorothea Dornhof), zur Figur der
verrückten Bohemienne (Gabi Dietze) und zu Murnaus City Girl (Astrid
Deuber-Mankowsky) vorgesehen. Dieser Teil des Symposiums findet im
Institute for Cultural Inquiry (ICI) statt. Aus Raumgründen ist
leider keine Anmeldung mehr möglich. Es ist jedoch eine Publikation
geplant, in der die Beiträge nachzulesen sein werden.




Das Symposium wird veranstaltet vom Zentrum für transdisziplinäre
Geschlechterstudien der HU, dem Graduiertenkolleg „Geschlecht als
Wissenschaftskategorie“, dem Institut für deutsche Literatur und dem
Institut für Kulturwissenschaft der HU sowie der Hamburger Arbeitstelle
für feministische Literaturwissenschaft.

Kontakt:

Dr. Gabriele Jähnert
Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien
Tel.: (030) 2093-8201 / -8204
Fax: (030) 2093-8216
E-Mail: href="mailto:gabi.jaehnert@gender.hu-berlin.de">gabi.jaehnert@gender.hu-berlin.de
Internet: href="http://www.gender.hu-berlin.de/aktuell/city_girls/">http://www.gender.hu-berlin.de/aktuell/city_girls/

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