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Wie verlaufen Solidarisierungs- und Entsolidarisierungsbewegungen?

Aktuelle Forschungsergebnisse des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) zur Teilhabe und Integration von Geflüchteten in der Gesellschaft

Im Rahmen eines Symposiums an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) wurden die Ergebnisse von 14 Flucht-Forschungsprojekten des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der HU mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz, Präsidentin Sabine Kunst, DFB-Vertreter Willi Hink, dem designierten BA-Vorsitzenden Detlef Scheele und Vorstandsvertreter der Hertie-Stiftung Bernd Knobloch öffentlich diskutiert.

Wie kann Anerkennung, Chancengerechtigkeit und Teilhabe für Geflüchtete in vielfältigen Lebensbereichen der Gesellschaft errungen werden – am Wohn- und Arbeitsmarkt, am Bildungssystem, an der Zivilgesellschaft, im Alltag? Welche Solidarisierungs- und Entsolidarisierungsbewegungen konnten wir seit dem Sommer der Migration in Deutschland und Europa beobachten?

Diese und weitere Fragen erforschten über 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der HU im Rahmen des interdisziplinären Forschungs-Interventions-Clusters „Solidarität im Wandel?“, welches von April bis Dezember 2016 von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration - Staatsministerin Aydan Özoğuz - gefördert wurde.

„Mit den Flüchtlingen kam auch die Solidarität. Über sechs Millionen Menschen engagieren sich in der Flüchtlingshilfe. Diese neue Bürgerbewegung leistet unverzichtbare Integrationsarbeit vor Ort. Die Forschungsprojekte beschreiben, was hinter der viel zitierten ,Willkommenskultur´ in Deutschland wirklich steckt, wie sich die Solidarität weiterentwickelt hat und wie dieses neue gesellschaftliche Moment einzuordnen ist. Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung der HU hat mit dem Ansatz des Forschungs-Interventions-Clusters ,Solidarität im Wandel´ Neuland betreten: Hier geht es nicht nur um ,klassische Wissenschaft´ , sondern darum, was wir daraus lernen können und umsetzen müssen. Ich ermutige Politiker, Wissenschaftler und Praktiker, die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen zu diskutieren und in ihre Arbeit einfließen zu lassen“, sagt Staatsministerin Aydan Özoğuz.

Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Präsidentin der HU, sagt: „Dem Berliner Institut für empirische Integrations -und Migrationsforschung (BIM) der HU ist es gelungen, mit dem Forschungscluster ,Solidarität im Wandel?´, innovative Forschung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft umzusetzen. In Orientierungen für Zusammenlebenswissen, praxisorientierte Antworten auf gesellschaftspolitische Herausforderungen zu finden, ist für die Wissenschaft heute wichtiger denn je. Seitens des Präsidiums setzen wir auf weitere wichtige Forschungsprojekte des BIM.“

Zentrale Ergebnisse aus den 14 Teilprojekten, sowie resultierende Handlungsempfehlungen an Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft wurden am Donnerstag, den 23.03.2017 im Audimax der HU auf dem Symposium „Solidarität im Wandel? Aktuelle Ergebnisse zur Integration von Geflüchteten“ präsentiert und diskutiert.

„Sportvereine, Bildungseinrichtungen, Arbeitsmarkt – sie alle waren und sind im Zuge der aktuellen Flucht – und Migrationsbewegungen als Integrationspartner gefordert. Die Zivilgesellschaft hat dabei im Rahmen der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit eine Führungsrolle übernommen und den Institutionen teilweise neue Wege gewiesen. Politik und Stiftungen sind gefragt, diese gesellschaftlichen Umwälzungen mitzusteuern und zu erleichtern. Und wir als Forschung begleiten diesen Transformationsprozess quasi in Echtzeit“, so Prof. Dr. Naika Foroutan, stellvertretende Direktorin des BIM.

In einer Podiumsdiskussion besprachen Staatsministerin Aydan Özoğuz (Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration), Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst (Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin), Bernd Knobloch (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung), Detlef Scheele (Vorstand Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit) und Willi Hink (Direktor für Gesellschaftliche Verantwortung des Deutschen Fußball-Bundes) unter Moderation von Prof. Dr. Naika Foroutan die Relevanz der Forschungsergebnisse in Bezug auf ihre Tätigkeitsfelder – der Wissenschaft, dem Arbeitsmarkt, der Zivilgesellschaft und dem Sportvereinswesen

Die Ergebnisse der Studien finden Sie in einem Forschungsbericht.

Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM)

Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) ist eine Forschungseinrichtung der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Institut wird durch die Gemeinnützige Hertie-Stiftung (Förderpartner), den Deutschen Fußball-Bund (DFB / Förderpartner), die Bundesagentur für Arbeit (BA / Unterstützungspartner) und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (Unterstützungspartnerin) gefördert und unterstützt.

Weitere Informationen

Pressekontakt

Hans-Christoph Keller
Pressesprecher der Humboldt-Universität zu Berlin

Tel. 030 2093-2345
pr@hu-berlin.de

Mira Gajevic

Pressesprecherin
der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

Tel. 030 18-400-2036
presse-integration@bk.bund.de

Kontakt

Dipl.-Pol. Damian Ghamlouche
Humboldt-Universität zu Berlin
Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM)

Tel. 030 2201-5705
d.ghamlouche@hu-berlin.de
 

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