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Humboldt-Universität zu Berlin

Humboldt-Universität zu Berlin | Service | Veranstaltungen | Ringvorlesungen und offene Veranstaltungen

Sommersemester 2019

An der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) werden im Sommersemester 2019 wieder öffentliche Ringvorlesungen angeboten. Die Vorlesungsreihen widmen sich jeweils einem Überthema, welches die Dozentinnen und Dozenten aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Theorie – oder Praxisansätzen behandeln. Viele Fachgebiete sind vertreten. Auch das Nachhaltigkeitsbüro, eine studentische Initiative an der HU, hat mit „ Der grüne Faden - Der Weg zum Wandel“ eine eigene Reihe konzipiert (ab Donnerstag, 11. April immer donnerstags, 16 – 18 Uhr, Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0007).

Die Einzelvorträge behandeln Themen abseits des Allgemeinen und bringen Überraschendes zu Tage.

 

1. Veranstaltungen des Großbritannien-Zentrums
Verschiedene Daten und Räume

 

Programm:

 
Was/Wo Titel Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Dienstag, 14. Mai
17 Uhr
Großbritannien-Zentrum, Raum 105
Becoming Cosmopolitan British Literary Culture and the Internationalisation of the Periodical Press around 1900 Dr Stefano Evangelista Associate Professor of English Oxford University, Official Fellow at Trinity College, Oxford, Fellow at the Centre for British Studies

 
Dienstag, 23. Mai, 17 Uhr, Großbritannien-Zentrum, Raum 105

Panel Discussion Brexit – An Ongoing Transition?

 

Prof Anne Deighton University of Oxford, Prof Robert Ford University of Manchester, Dr Lisa Mckenzie Middlesex University London, Prof Paul Carmichael (Chair) Ulster University

This event is a cooperation between the Centre for British Studies and the German Association for British Studies

Samstag, 15. Juni
17 Uhr,  Senatssaal,  Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6

All the World’s a Page – How to Travel the World with Literature

Lange Nacht der Wissenschaften

A collaborative project by a new generation of literary scholars from the Humboldt-Universität zu Berlin, Freie Universität Berlin and the University of Oxford

 
Dienstag, 25. Juni 2019, 17 Uhr, Großbritannien-Zentrum, Raum 105 Reading Wales Book of the Year 2017 Winner

Alys Conran Author/Lecturer in Creative Writing Prifysgol Bangor University

This event is a cooperation between the Centre for British Studies, The Literary Field Kaleidoscope, Literature Wales and the British Council Wales

Montag, 1. Juli 2019, 17 Uhr, Großbritannien-Zentrum, Raum 105 From the Local to the Global Political Meetings and Public Space in England 1700-2000 Dr Katrina Navickas Reader in History University of Hertfordshire
     
Weitere Informationen folgen

 

 

 

2. Gender Studies meets Human-Animal Studies

9. April bis 9. Juli 2019

Di, 18 bis 20 Uhr, HU-Hauptgebäude, Unter den Linden 6 - Raum 1072

Die interdisziplinäre und intersektionale Ringvorlesung Gender Studies meets Human-Animal Studies bringt zwei Forschungsfelder zusammen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie gesellschaftspolitische Fragestellungen mit akademischer Forschung verbinden. An 13 Terminen werden Wissenschaftler*innen aus der Anthropologie, der Biologie, den Kultur-, Kunst-, Literatur-, Geschichts-, und Sozialwissenschaften Fragen nach Geschlechter- verhältnissen mit Mensch-Tier-Verhältnissen verknüpfen.

Anhand verschiedener disziplinärer Zugänge und methodischer Ansätze wird untersucht, wie sich innermenschliche Ungleichheitsverhältnisse und Herrschaftsverhältnisse in der Mensch-Tier-Beziehung wechselseitig legitimieren und ihren Ausdruck in materiell-diskursiven Ordnungen finden und welches Potential posthumanistischen Ansätzen innewohnt, die bestehenden Verhältnisse und Ordnungen zu verschieben. Neben diesem Zugang, der auf hierarchisch strukturierte Dualismen in der Theorietradition des globalen Nordens fokussiert, verbinden viele der Referierenden die beiden Kategorien Gender und Spezies auch anhand einer Erweiterung von Intersektionalitätskonzepten. Ein weiterer Teil der Vorträge verbindet Mensch-Tier-Verhältnisse und Queer Studies insofern, als dass Fragen nach Sexualität/sexueller Orientierung im Zentrum stehen.

Weitere Informationen

Webseite der Ringvorlesung

 

Programm

 

9. April

Wider die Natur. Homosexualität und Evolution
Volker Sommer; University College London

16. April

„Raising animals“: Two Powers of Horror between the Cellar and the Kennel in The Woman
Lynn Turner; Goldsmiths; University of London17(1), 4-29

23. April

Queer Zoo Animals: Between Species, Sex and Politics

Marianna Szczygielska; Max Planck Institute for the History of Science

30. April

Lektürewoche

7. Mai

„Crossing Through the Symbolic Door of the Person...“ – Die Rechtsperson und ihr Anderes als Gegenstand politischer Kämpfe und kultureller Vorstellungen

Jan Christoph Suntrup; Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

14. Mai

 Die Biene. Eine Geschlechtergeschichte des Politischen

Claudia Bruns; Humboldt-Universität zu Berlin

21. Mai

Aisthetische Narrationen posthumaner Verbundenheit [connectedness]

Marion Mangelsdorf; Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

28. Mai

Alice Walker‘s Vision of Kinship across Gender, Race & Species

Robert McKay; University of Sheffield

4. Juni

Feral Biopolitics: Animal Bodies and/as Border Technologies

Hyaesin Yoon; Central European University

11. Juni

Pinguine, Löwen & Co. Geschlechtergeschichten im Zoo

Smilla Ebeling; Humboldt-Universität zu Berlin

18. Juni

Of Monkeys, Men and Menstruation: Gendered Dualisms and the Absent Referent in Mid-Twentieth Century British Menstrual Science

Catherine Duxbury; University Centre Colchester

25. Juni

Feminism, Animal Studies and the Intersection between Gender and Human-Animal Relations

Erika Cudworth; University of East London

2. Juli

Interlinked Oppressions, Solidarity Politics and Intersectional Alliances

Kadri Aavik; Tallinn University

21.1.

Who Cares for Animals? Interspezies-Fürsorge und -Mutterschaft in der zeitgenössischen Kunst

Jessica Ullrich; Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

   
   
Programm der Ringvorlesung

 

 

3. Der Grüne Faden – Der Weg zum Wandel

11. April bis 11. Juli 2019

Do, 16-18 Uhr, Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0007

Do, 13. Juni: 18 bis 20 Uhr

 

Große Transformation, Nachhaltige Entwicklung, System Change, Modernisierungs-, Friedens-, Gerechtigkeits- und Zukunftsprojekt sind unteranderem Narrative globaler und nationaler umweltpolitischer Strategiepapiere oder zivilgesellschaftlicher Gruppierungen, die sich mit der Bewältigung sozio-ökologischer Krisen im Sinne der Nachhaltigkeit befassen. Diese Worte gleichen sich in ihrer Intention - Ein Appell zur Handlung. Sie markieren zugleich die unterschiedlichen Überzeugungen über die Ursachen und folglich über den einzuschlagenden Lösungsweg und dessen Dinglichkeit. Dieser gesellschaftliche Wandel, dessen Ausgestaltung, Herausforderungen und Überlegungen zu dessen Gelingen, ist der Fokus der Ringvorlesung Nachhaltigkeit „Der Grüne Faden – Der Weg des Wandels“ 2019.

Die Ringvorlesung Nachhaltigkeit vermittelt kritische Einblicke in den facettenreichen Themenkomplex der Nachhaltigkeit aller Dimensionen. Ein interdisziplinäres Programm mit Präsentationen von Forschenden der HU, Gastvorträgen und Menschen aus der Praxis werden Impulse zu Fragen einer nachhaltigen Landwirtschaft, zur Verbundenheit als gesellschaftspolitisches Konzept, zu dem „Mindset“ einer nachhaltigen Gesellschaft oder zu dem Sinn von (Erwerbs-)Arbeit, geben.

Im Sommersemester 2019 wird die Ringvorlesung zu einem Kooperationsprojekt mit der von der HU-organisierten KOSMOS-Vorlesungsreihe anlässlich des 250. Geburtstages Alexander von Humboldts. Damit widmen wir uns, zusätzlich zur obigen Fragen auch der Perspektive des Universalgelehrten Humboldt, dessen zwei Jahrhunderte alte Wissenschaft noch heute hohe Aktualität besitzt. Renommierte ReferentInnen rücken seine Arbeit ins wissenschaftliche Licht des 21. Jahrhunderts. Alexander von Humboldt ist bekannt durch seinen integrierten Blick auf Umwelt und Gesellschaft, thematisierte anthropogene Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen. Nachhaltigkeit bleibt damit in vertiefender Weise Fokus der Ringvorlesung 2019.

Die Ringvorlesung bildet den Grundstein für das Nachhaltigkeits-Zertifikat Studium Oecologium und ist im Falle einer gewünschten Zertifikatsausstellung erfolgreich zu bestehen. Gemeinsam bilden diese Kurse das Lehrangebot, das sich den Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung verschreiben hat, an der Humboldt-Universität.

Die Ringvorlesung wird jedes Semester von Studierenden für Studierende aller Fachrichtungen und Interessierte der Gesellschaft organisiert. Das Programm richtet sich sowohl an alle Menschen, für die das Format neu ist, als auch an diejenigen, die bereits eine vorhergegangene Ringvorlesung besucht haben.

Getragen und organisiert wird die Veranstaltung von der studentischen Initiative Nachhaltigkeitsbüro der HU.

Link zur Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis

 

 

4. Mediävistisches Kolloquium

17. April bis 10. Juli 2019

Mi, 18 bis 20 Uhr, Dorotheenstr. 24, Raum 3.246

 

Programm:

 

17. April

Maximilian Benz (Bielefeld/Zürich)

'Weltchronik'-Codices im Kontext. Umrisse eines Zürcher Skriptoriums und ein neues Zeugnis der Rezeption

29. Mai

Marie-Luise Musiol (Paderborn)

Körper, Raum, Bewegung. Dimensionen transgressiven Begehrungs in kleinepischen Texten

19. Juni

Katharina Philipowski (Potsdam)

Wann und wo ist 'nu?

Formen des Präsens-Gebrauchs in Ulrichs von Etzenbach
Wilhalm von Wenden

10. Juli

Uta Störmer-Caysa (Mainz)

Zeit für Regeln.
Nikolaus von Jeroschin und der deutsche Vers


 

 

 

5. Mosse-Lectures: Sprachen des Politischen in Literatur und Kunst

2. Mai bis 27. Juni 2019

Do, 19 Uhr, Hegelplatz 2, Hörsaal 1.101 und Senatssaal, HU-Hauptgebäude, Unter den Linden 6

Der Verlust an Vertrauen in die repräsentative Demokratie und ihre Institutionen und die multimedial wirksame Desinformation, befördert die Wunschvorstellung einer “Betätigungsdemokratie“ (Pierre Rosanvallon): Aktiv im Umgang mit ihren eigenen Widersprüchen und Konflikten, gemessen an den Ansprüchen von sozialer Gerechtigkeit und kultureller Identität. In Kunst und Literatur kommt, im Gegensatz zur Politik, das zur Sprache, was Wittgenstein einmal die „Umgebungen einer Handlungsweise“ genannt hat: Das ‚Politische‘ im Partikularen und Differenten, in den alltäglichen Wahrnehmungen und Verhaltensweisen. Individuelle Erlebnisse und Ereignisse finden Ausdruck in einer Bilder- und Körpersprache, mit der etwas Denkbares und Fühlbares angesprochen wird, das nicht oder noch nicht verfügbar ist.

Die hier wirksam werdende Agenda erschöpft sich nicht in Kritik und Kompensation der vorherrschenden Realpolitik. Vielmehr sucht sie, jenseits des privilegierten Wissens, die Nähe zu den Alltagserfahrungen von Entfremdung und Diskriminierung und den hier wirksamen Gesten des Aufbegehrens und des Widerstands, wie George Didi-Huberman sie in Kunst und Photographie vorgestellt hat. In der gegenwärtigen Erinnerungs- und Erfahrungsliteratur, bei Eduard Louis zum Beispiel, wird das Schreiben selber zum Ort der Gewalt, das Lesen zur verstörenden Begegnung mit dem Unerträglichen und Unsagbaren. Interaktive Kunstexperimente im öffentlichen Raum – man denke an die immersiven Verfahren zur suggestiven Entgrenzung von historischen Ereignissen und politischen Auseinandersetzungen – provozieren eine Verunsicherung selbstverständlicher und selbstgewisser Überzeugungen.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die im Kunstbetrieb selbst veranstalteten antikapitalistischen Investigationen und Interventionen, mit denen einer Dienstleistungsökonomie des Subjektiv-Kreativen entgegengewirkt werden soll (Maria Eichorns Documenta-Projekte). Die seit Adorno im Zwiespalt von Kunstautonomie und fait social fortgeschriebene ästhetische Theorie gewinnt an aktueller Bedeutung, bei Juliane Rebentisch zum Beispiel, wenn sie sich mit den neueren Tendenzen und Techniken einer ‚Ästhetisierung der Politik‘ auseinandersetzt.

Termine

Die krank gewordenen Wörter

Emine Sevgi Özdamar mit Ulrike Vedder

Donnerstag, 2. Mai 2019, 19 Uhr c.t., Hegelplatz 2, Hörsaal 1.101

»Man sagt, in fremden Ländern verliert man die Muttersprache. Aber man kann die
Muttersprache auch im eigenen Land verlernen.«
 
Am Anfang, so lässt sich in Sevgi Özdamars Romanen verfolgen,  gab es den Unverstand in der deutschen Sprache, das Auswendiglernen von Schlagzeilen, dagegen das Erleben der Sprache im Alltäglichen, im Nebensinn, die Entdeckung des eigenen Ausdrucks im fremden Idiom; auf Türkisch kam oft das, was man nicht hören wollte. Das Politische war im Kleinen, im Alltäglichen zu entdecken, im eigenen Anteil am Leben, an Lust, Arbeit, nicht in den Parolen. Und wie kann man heute, wo Automatismen und Verfälschungen im öffentlichen Sprachgebrauch gang und gäbe sind, in der Sprache der Literatur politisch sein, das Eigene, Private öffentlich aussprechen, die eigenen Überzeugungen, Urteile und auch Vorurteile?

Emine Sevgi Özdamar ist seit den 1990er Jahren eine der bekanntesten deutsch-türkischen Schriftstellerinnen, Schauspielerinnen und Regisseurinnen, sie ist Mitglied der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung und der Berliner Akademie der Künste und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u.a. den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Kleist-Preis und den Fontane-Preis; Gastdozenturen nahm sie an der New York University und der Universität Hamburg wahr; zu ihren bekanntesten Werken zählen Mutterzunge (1990), Das Leben ist eine Karawanserei (1992), Die Brücke vom Goldenen Horn (1998), Seltsame Sterne starren zur Erde (2003) und das 2010 im Rahmen der Ruhrfestspiele aufgeführte Theaterstück Perikizi.

Gemeinschaftliche Kunst - Praktiken im öffentlichen Raum: Das ›Rose Valland Institut‹ und andere Projekte

Maria Eichhorn und Sabeth Buchmann mit Elisabeth Wagner

Do, 9. Mai 2019, 19 Uhr c.t., Unter den Linden 6, Senatssaal

Ausstellungen des Politischen in der Kunst

Juliane Rebentisch mit Ethel Matala de Mazza

Do, 16. Mai 2019, 19 Uhr c.t., Unter den Linden 6, Senatssaal

Confronting Literature. Schooling, Writing, Politics

Édouard Louis mit Lothar Müller

Do, 27. Juni 2019, 19 Uhr c.t., Unter den Linden 6, Senatssaal

 

Link zur Veranstaltung

Die Mosse-Lectures an der Humboldt-Universität zu Berlin sind eine Veranstaltungsreihe der:
Mosse Foundation und der Gerda Henkel Stiftung

 

 

6. Weimars Wirkung

29. April bis 15. Juli 2019

Mo, 18 bis 20 Uhr, Philosophische Fakultät, Institut für Geschichtswissenschaften

 

 

Link zur Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis

 

 

7. Berliner Bibliothekswissenschaftliches Kolloquium

9. April bis 2. Juli 2019

Di, 18 bis 19.15 Uhr, Dorotheenstraße 26, Raum 123

 

Programm:

9. April

FDM Strategien und Lösungen aus der Perspektive universitärer Zentraleinrichtungen – Ergebnisse des Verbundprojekts FDMentor

Boris Jacob - Universität Potsdam, Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement
Nadin Weiß - Universität Potsdam, Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement
Niklas K. Hartmann - Universität Potsdam, Universitätsbibliothek

16. April

Studium meets Praxis: Berichte aus den Pflichtpraktika

Spezialveranstaltung mit Studierenden des IBI

23. April

Wie können Öffentliche Bibliotheken von Forschung profitieren?

Dr. Karsten Schuldt

Schweizerisches Institut für Informationswissenschaft

7. Mai

Augmented Reality bei Klassenführungen in einer öffentlichen Bibliothek

Christina Droste

Stadtbibliothek Spandau

21. Mai

#DontLeaveItToGoogle: How Open Infrastructure Enable Continuous Innovation in the Research Workflow

Dr. Peter Kraker

Open Knowledge Maps

4. Juni

Altmetrics: Stand und aktuelle Entwicklungen

Dr. Isabella Peters

ZBW - leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

18. Juni

Knowledge Graphs und Wissenschaftler*innen Genealogien

Dr. Tom Hanika

Universität Kassel, IBI HU Berlin

25. Juni

Bibliotheken, politisch! Mehr Öffentlicher Raum statt nur Dritter Ort

Julia Weis, Boryano Rickum, Dr. Petra Hauke

Stadtbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg, IBI HU Berlin

2. Juli IBI Young Professional Night - IBI AbsolventInnen berichten über ihren Berufseinstieg

 

 

Link zur Veranstaltung

 

 

8.  Internationale Ringvorlesung zum Thema
Religion in urbanen Lebenswelten / Religion in urban living environments

6. Mai bis 17. Juni 2019

Mo, 18-20Uhr, Unter den Linden 6, Universitäts-Hauptgebäude: Raum 2002

 

Programm

6. Mai

Persia, Islam and Iran – Places of worship by Kamran

Kamran Diba (Paris / Malaga)

Vortrag in englischer Sprache

18 Uhr, Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Grußwort: Michael Rutz (Präsident der Guardini Stiftung)

Der international renommierte iranische Architekt Kamran Diba, der u. a. das Museum für zeitgenössische Kunst in Teheran entwarf, wird seinen Vortrag mit einem kurzen historischen Überblick über Persien, Islam und Iran beginnen und dabei auch auf die geopolitischen Verflechtungen von Politik und Religion im Nahen Osten sowie deren Auswirkungen auf Europa eingehen. Daran anknüpfend werden zentrale iranische Kultstätten im Nahen Osten vorgestellt und in Beziehung gesetzt zur Architektur der von Kamran Diba selbst in den 1960er und 1970er Jahren entworfenen religiösen Orte (Gebetsräume, Moscheen, etc.). Der Vortrag möchte somit, zum Auftakt der Ringvorlesung, den thematischen Horizont der Reihe um eine wichtige außereuropäische Perspektive erweitern und dabei gleichzeitig in das Werk eines der bekanntesten iranischen Architekten der Moderne einführen.                          

7. Mai

Mashad – A city of 25 million pilgrims

Workshop in englischer Sprache

Eine Kooperation der Guardini Professur mit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB)

Mit Kamran Diba (Paris/Malaga), Christa Georg-Zöller (Berlin), Samar Saremi (Montreal), Farzad Akhavan (Berlin) und Silvia Richter (Berlin)

14.15 - 18.30 Uhr, Humboldt-Universität zu Berlin, Fakultät für Theologie, Burgstraße 26, 10178 Berlin, Hörsaal 013

Der Workshop versteht sich als Erweiterung und Vertiefung des Vortrages von Kamran Diba, wobei die Beziehung zwischen Religion, Politik und urbaner Entwicklung am Beispiel der iranischen Stadt Maschhad eingehender erörtert werden soll. Die zweitgrößte Stadt im Osten des Landes besitzt eine der weltweit wichtigsten Pilgerstätten für den schiitischen Islam: den Schrein des Imam Reza, dessen Mausoleum jährlich von schätzungsweise bis zu 25 Millionen Pilgern besucht wird. Die historische Verflechtung von Religion und urbaner Entwicklung vor dem Hintergrund der wechselnden politischen Verhältnisse soll dabei im Rahmen des interdisziplinären Workshops aus verschiedenen Blickwinkeln (architektonisch, theologisch-philosophisch und stadtgeschichtlich) vorgestellt und diskutiert werden.

Teilnehmerzahl begrenzt. Um Anmeldung wird gebeten bei Frau Dr. Silvia Richter (gunosmail@gmail.com).

20. Mai

Die Entstehung einer „urbanen Spiritualität“: Einsichten aus Studien in Deutschland und der Schweiz
(The emergence of an “urban spirituality”: Insights from studies in  Germany and Switzerland)

Irene Becci (Lausanne)

18 Uhr, Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Ausgehend von einem liberalen Diskurs urbaner Kreise in den 1960er und 1970er Jahren hat sich heute allmählich eine Unterscheidung zwischen Religion und Spiritualität durchgesetzt, welche den letzteren Begriff als ein konstruktives und frei ausgeübtes Streben nach persönlicher Selbsterfüllung durch Authentizität positiv konnotiert und Religion eher mit kulturell bedingter Tradition, Moral, Institution und Dogmatik gleichsetzt. Im populären Gebrauch setzt der Begriff der Spiritualität eine Grenze zum institutionellen, lokalen und traditionellen Religionsbereich. Diejenigen, die sich zwar als spirituell, aber nicht religiös betrachten, setzen den Schwerpunkt auf ein Bewusstsein, das sie dem "geleerten Dogma, was entstanden ist durch die Kirche" (so eine interviewte Person im New Age Bereich in Potsdam 2013) entgegensetzen. Der genaue Inhalt solcher Spiritualität variiert jedoch in großem Ausmaß und lehnt sich an viele verschiedene theologische, esoterische oder philosophische Hintergründe an. Eine "urbane Spiritualität" entspringt somit aus einer Vielfalt von Gruppen und Tätigkeiten, die oft in Netzwerken verbunden sind.

Die Schweizer Soziologin Irene Becci wird in ihrem Vortrag anhand von empirischen Beispielen darlegen, wie bestimmte soziale und gesellschaftliche Phänomene (urbane Umweltfestivals, Yoga-Studios, Reiki-Netzwerke, in Stadtparks praktizierende Yogis, Angebote für Geomantie, u.a.) Formen religiöser Praxis heute darstellen, die den modernen Formen westlicher Städte angepasst sind und diesen entsprechen.

3. Juni

Jenseits von Eden: Stadt und Land in der biblischen Urgeschichte (East of Eden: City and Land in Biblical Prehistory)

Daniel Krochmalnik (Potsdam)

18 Uhr, Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Die Geschichte der Entwicklung der Menschheit wird in der biblischen Urgeschichte auch als eine Geschichte der urbanen Entwicklung erzählt: vom idyllischen Garten des Paradieses (Gan Eden) zum großstädtischen Turmbau von Babel. Dabei legt die Bibel zunächst den Schwerpunkt auf die marginale Perspektive von außen – Paradies kommt vom persischen Wort Pardes und bedeutet in etwa "umwallte Gartenanlage". Daran anknüpfend werden im ersten Buch Mose, Genesis Kap. 10, kontrapunktisch die mesopotamischen Städte Babel, Assur, Ninive, u. a. aufgezählt, die gegründet wurden von Nimrod, dem ersten Reichsgründer und Städteplaner der Menschheit, auf den die Anfänge des babylonischen und assyrischen Reiches zurückgehen.

Der jüdische Religionsphilosoph Daniel Krochmalnik, der an der School for Jewish Theology der Universität Potsdam lehrt, möchte diese vielfältigen Gegensätze von Stadt und Land in der biblischen Urgeschichte in seiner Präsentation näher darlegen und aus jüdisch- theologischer Sicht reflektieren.

17. Juni

Die Stadt in der monastischen Tradition: Jenseits der „fuga mundi“ (The city in the monastic tradition: Beyond the “fuga mundi”)

Teresa Forcades (Barcelona)

18 Uhr, Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Die katalanische Ärztin und Theologin Teresa Forcades erörtert zum Abschluss der Ringvorlesung noch einmal den Zusammenhang von Religion und Stadt aus dem Blickwinkel einer besonderen Lebensweise: der monastischen Existenz. Ihr Beitrag untersucht, inwieweit der Ursprung einer der einflussreichsten monastischen Regeln, der Basiliusregel, eng verbunden war mit dem Leben der Stadt. Daran anknüpfend wird die Frage erörtert, in welchem Umfang das monastische Ideal mit dem Wunsch verbunden ist, sich vom geschäftigen und scheinbar oberflächlichen Leben der Stadt zu trennen. Schließlich werden die dargelegten Reflexionen in Beziehung gesetzt zu den multikulturellen und multireligiösen urbanen Räumen der Gegenwart: Gibt es in ihnen überhaupt noch einen Platz für das monastische Ideal und falls ja, wie könnte dieses im 21. Jahrhundert aussehen?

Die Perspektive der Referentin, die, nach ihrem Studium der Medizin und Theologie in Harvard, 1997 dem Orden der Benediktinerinnen im Bergkloster von Sant Benet de Montserrat in der Nähe von Barcelona beitrat, wird dabei nicht nur wissenschaftlich bereichernd sein, sondern über die akademische Darstellung hinaus auch aus ihren eigenen Lebenserfahrungen als Nonne in der heutigen Zeit schöpfen können.

 

 

Link zur Veranstaltung

 

 

9. Ringvorlesung zur jüdischen Geschichte
Berlins im Sommersemester 2019

9. April bis 2. Juli

Di, 16 bis 18 Uhr neu: ab 30.4.2019, im Hörsaal 3038 (Weierstraß) im Hauptgebäude
sowie Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin

Hermann Simon, der an der Humboldt-Universität als Student und Promovend seinen wissenschaftlichen Weg begonnen hat, war seit ihrer Gründung 1988 bis zum
Jahr 2015 Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. In diesen Jahrzehnten initiierte, kuratierte und leitete er eine Vielzahl von Ausstellungen
zu verschiedensten Themen jüdischer Geschichte in Berlin, er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Forschungen und formte die Neue Synagoge Berlin zu einem der bedeutendsten Orte jüdischen Gedächtnisses.

Anlässlich seines 70. Geburtstages wird Hermann Simons Lebensleistung auf dem Gebiet der Erforschung und Präsentation jüdischer Lebenswelten mit dieser Vorlesungsreihe gewürdigt.

Programm:

 

9. April Eröffnungsveranstaltung mit einem Grußwort der Präsidentin der HU, Sabine Kunst
Hermann Simon (Berlin): Annemarie Schierz (1918– 43 ?) – eine sorbisch-katholische Jüdin

Moderation: Michael Wildt
16. April Annette Leo (Berlin): 1969 – Antisemitische Töne in der Humboldt-Universität?

Moderation: Miriam Rürup
23. April Hannah Lotte Lund (Frankfurt/Oder):
„Gestern abend hätten Sie bei der Levi sein sollen …“
– die Berliner „jüdischen Salons“ um 1800

Moderation: Micha Brumlik
30. April Johanna Langenbrinck (Berlin): Das Scheunenviertel
als Gewaltraum? Antijüdische Gewalt 1919 bis 1923

Moderation: Michael Wildt
7. Mai Sarah Wobick-Segev (Jerusalem): Tales of Love
and Marriage in late 19th and 20th-century Berlin

Moderation: Christina von Braun
14. Mai Anne-Christin Saß (Berlin): Von Außenseitern, Insidern und Luftmenschen – Zugänge zur jüdischen Geschichte im Weimarer Berlin

Moderation: Elke-Vera Kotowski
21. Mai

Christoph Kreutzmüller (Berlin): Von Kleiderbügeln,  Sommerkleidern und Datenbanken. Die Verfolgung jüdischer
Gewerbetreibender in Berlin 1930-1945

Moderation: Chana Schütz

28. Mai

Alina Bothe (Berlin): Die Geschichte der zweiten
„Polenaktion“ in Berlin –Gewaltexzess und Widerstand

Moderation: Gertrud Pickhan

4. Juni

Akim Jah (Berlin / Bad Arolsen): Strukturen, Täter,
Orte. Die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Berlin 1941 bis 1945

Moderation: Peter Klein

11. Juni

Joachim Schlör (Southampton): „Missing Berlin“, jüdische Berlin-Gefühle aus den Korrespondenzen von Emigranten mit ihrer Heimatstadt

Moderation: Anja Siegemund

18. Juni

David Jünger (Sussex): Im Auge des Sturms. Ambivalenzen jüdischer Migration aus Berlin und dem Reich 1929–1938

Moderation: Stefanie Schüler-Springorum

25. Juni

Andreas Nachama (Berlin): Nach der Befreiung: Juden in Berlin und die Organisation ihres Gemeindelebens

Moderation: Michael Wildt

2. Juli

Abschlußveranstaltung in der Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum: Woran anknüpfen, was neu definieren? Die Berliner jüdische Geschichte wird weitergeschrieben.
Podiumsgespräch mit Marion Brasch, Irit Dekel und Atina Grossmann, moderiert von Jacques Schuster.

Einführung: Anja Siegem und Resümee: Hermann Simon

Link zur Veranstaltung (PDF)

 

 

10.  Ringvorlesung Bildgeschichte

10. April bis 10. Juli 2019

Mi, 18.15 bis 20 Uhr, Dorotheenstraße 26, Raum 123

 

Themen der Kunstgeschichte im Blick auf die Bildgeschichte

 

10. April

Bild als Ornament. Die bildgeschichtliche Aktualität des Ornamentbegriffs der Libri Carolini

Prof. Dr. Peter Seiler (Berlin)

 

24. April

Feldforschung. Erkundungen im digitalen Raum der Stadt

Vertretungsprofessur
Prof. Dr. Katja Bernhardt (Berlin)

15. Mai

Schaugerät – Gebrauchsgerät Objektgestaltung im Mittelalter

Prof. Dr. Kathrin Müller (Berlin)

29. Mai

Schall und Rauch? Die unsichtbaren Welten des David Bailly

Prof. Dr. Karin Leonhard (Konstanz)

12. Juni

Augenwanderungen. Mit dem Sehrohr in der Gemäldegalerie

Prof. Dr. Peter Bexte (Kunsthochschule für Medien, Köln)

26. Juni

Visuelle Anthropologie
Bildforschung zwischen Kunst und Wissenschaft

Prof. Dr. Julia Bee (Weimar)

10. Juli

Form und Inhalt in bildhistorischer und bildtheoretischer Perspektive

Prof. Dr. Charlotte Klonk (Berlin)

 

 

11.  Ringvorlesung „Fontane und …“

10. April bis 10. Juli 2019

Mi, 16 bis 18 Uhr

Kooperation von Theodor Fontane Gesellschaft und Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die Vorlesungen finden mittwochs im Sommersemester 2019 am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin statt. (Dorotheenstraße 24, 16–18 Uhr, Raum 1.101.)  Abschlussveranstaltung am 10. Juli 2019 im Französischen Dom, Gendarmenmarkt Berlin.

 

10. April

… Literarische Vereine.

Prof. Dr. Roland Berbig

17. April

… Preußen.

Prof. Dr. Hubertus Fischer

24. April

 … England und Schottland.

Prof. Dr. Charlotte Kurbjuhn

8. Mai

… Geschichte und Archäologie.

Dr. Nils C. Ritter

15. Mai

… Poetologie.

Dr. Philipp Böttcher

22. Mai

… Moderne.

Prof. Dr. Iwan-Michelangelo D’Aprile

29. Mai

 … Literaturkritik.

Prof. Dr. Lothar Müller

5. Juni

… Theaterkritik.

Dr. Debora Helmer

12. Juni

… Medien.

Prof. Dr. Christine Haug

19. Juni

… Verskunst

Prof. Dr. Ernst Osterkamp

26. Juni

… Digitales und Archiv.

Prof. Dr. Peer Trilcke

3. Juli

… Erzählkunst.

Dr. Regina Dieterle

10. Juli

  … Fontane.

Prof. Dr. Roland Berbig (Abschlussveranstaltung im Französischen Dom)

Link zur Veranstaltung

 

 

12.  Open Lecture Series „Bauen für die Wissenschaft“

10. April bis 10. Juli 2019

In einer gemeinsamen Open Lecture Series zum Thema „Bauen für die Wissenschaft“ sprechen in diesem Sommersemester Architekten, Stadtplaner, Wissenschafts- und Kunsthistoriker über Architektur und Wissenschaft. Die Veranstaltungsreihe ist Teil des Projektes "Wissenschaft in der Stadt. Europäische Metropolen und Architekturen der Wissenschaft vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart", einer Kooperation der drei Berliner Universitäten.

Zum Auftakt am 2. Mai 2019 mit dem Thema „Was ist Wissenschaftsarchitektur?“ spricht Prof. Matthias Sauerbruch (Sauerbruch Hutton/Akademie der Künste Berlin) und wird mit Dr. Hans-Dieter Nägelke (Architekturmuseum TU Berlin) diskutieren. Mit dem Blick auf aktuelle und historische Lösungen für das Bauen für die Wissenschaft sollen auch Perspektiven für die Zukunft entwickelt werden.

Termin

Donnerstags 18 bis 20 Uhr, Hörsaal A151
Ort: Technische Universität Berlin
Straße des 17. Juni 152
10623 Berlin (U-Bahn Ernst-Reuter-Platz)

Link zur Veranstaltung