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Humboldt-Universität zu Berlin

Nachteilsausgleiche

Ziel des Nachteilsausgleiches ist es, Studierenden mit Behinderungen und/oder chronischen Krankheiten zu ermöglichen, das Studium unter angemessenen Bedingungen und die Prüfungen chancengleich zu absolvieren. Diese Modifikationen stellen keine Erleichterungen dar. Sie dienen dem Ausgleich der Nachteile, die Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung gegenüber anderen Studierenden haben, nur in technischer, nicht in inhaltlicher Hinsicht. Stand: November 2015

Gesetzliche Grundlage

Das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) verpflichtet in den §§ 4, 9 und 31 BerlHG die Universitäten, die besonderen Bedürfnisse Studierender mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung zu berücksichtigen.

Umsetzung an der HU

Die Fächerübergreifende Satzung zur Regelung von Zulassung, Studium und Prüfung der Humboldt-Universität zu Berlin (ZSP-HU; pdf) regelt in § 109 den Nachteilsausgleich. Danach kann der Nachteilsausgleich in Anspruch genommen werden, wenn eine eine Behinderung oder chronische Erkrankung vorliegt und eine Studien- oder Prüfungsleistung in der vorgeschriebenen Form nicht oder nur teilweise erbracht werden kann. Die Regelungen sehen vor, dass die Modifikation vom Studierenden

  • formfrei beim Lehrenden (Studienleistung)
  • oder beim Prüfungsausschuss (Prüfungsleistung) schriftlich beantragt und der Grund für die Modifikation nachgewiesen werden muss.

Die zu erbringende Studienleistung bzw. Prüfung muss gleichwertig sein.

Der Prüfungsausschuss bzw. die/der Lehrende hat dann mit dem Studierenden und dem Prüfer bzw. der Prüferin die Maßnahmen festzulegen, wie eine gleichwertige Prüfungsleistung innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit, in einem gesonderten Raum, in einer anderen Form oder auch durch Inanspruchnahme zusätzlicher personaler oder technischer Hilfen o. ä. erbracht werden kann. Dabei sollte die Studentin oder der Student eine bestimmte Form des Ausgleichs vorschlagen.

Bei Staatsprüfungen ist der Antrag auf Nachteilsausgleich beim jeweiligen Landesprüfungsamt zu stellen. Der Antrag muss frühzeitig gestellt werden.

Wichtige Hinweise

Gerne können Sie sich auch vorab bei der Behindertenberatung informieren und bei der Beantragung unterstützen lassen. Nehmen Sie bei Prüfungsleistungen mindestens vier Wochen vor dem Prüfungstermin/der zu erbringenden Leistung mit dem Prüfer/der Prüferin und dem zuständigen Ausschuss bzw. der/dem Lehrenden Kontakt auf. Je später Sie sich darum kümmern, umso schwieriger wird die Umsetzung.

Es gibt weder eine vorgeschriebene Form des Nachteilsausgleiches noch kann er für mehrere Semester gestellt werden. Er muss immer auf den individuellen Fall, die Erkrankung, die Studien- und Prüfungsordnung und die aktuelle Prüfungsanforderung abstellt werden sowie genau beschrieben sein. Damit gibt es auch keine Katalogkriterien, die vorgeben, welche Ausgleiche bei welcher Erkrankung möglich oder erforderlich ist.

Wir haben für Sie ein Musterschreiben zur Beantragung entwickelt, das Sie als Anregung nutzen können, einmal als doc, einmal als pdf.

Bitte überlegen Sie sich, welche Maßnahme/n für Sie angemessen und hilfreich sein könnten.

  • Nicht ausreichender Nachteilsausgleich: "... Schreibzeitverlängerung gewährt." Hier ist nicht definiert, wie lange die Verlängerung sein soll.
  • Hinreichender Nachteilsausgleich: "... Schreibzeitverlängerung um 30 %." Die Verlängerung ist definiert, noch besser wäre es, zu verschiedenen Schreibzeiten die Verlängerung anzugeben, z. B.: Bei Klausuren von 90 Minuten 30 Minuten, bei Klausuren von 120 Minuten 40 Minuten usf.

Alle Hinweise finden Sie im Merkblatt Nachteilsausgleich. Bitte beachten Sie auch die Hinweise zu einem Attest.

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