Collegicum Musicologicum - Gastvortrag, Kerstin Ergenzinger (Bauhaus-Universität Weimar)
“Instrumentalities”
Was sind und können eigentlich Instrumente sein? Technologien, Praktiken, Hilfsmittel, Werkzeuge, Erweiterungen, Sensoren, Mittel/ler und Transformatoren konzeptueller und physischer Art - musisch, kosmologisch und wissenschaftlich - forschend und selbstvergessen. Können Instrumentarien unsere menschliche Wahrnehmung und Handlungsspielräume in einer Weise erweitern, dass unser Begreifen des ‚Ein-Teil-Seins-Von-Vielen' an Prozessen und geteilten Lebensräumen wächst?
In diesem Vortrag möchte ich einen Dialog über verschiedene Formate und Praktiken anstoßen und teilen, die sich um diese offene Fragen ranken. Medium und Erscheinungsform werden variieren – von in sich geschlossen bis fragmentarisch, individuell, kollektiv, partizipativ.
Facts
501
10117 Berlin
Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft
Description
“Instrumentalities”
Was sind und können eigentlich Instrumente sein? Technologien, Praktiken, Hilfsmittel, Werkzeuge, Erweiterungen, Sensoren, Mittel/ler und Transformatoren konzeptueller und physischer Art - musisch, kosmologisch und wissenschaftlich - forschend und selbstvergessen. Können Instrumentarien unsere menschliche Wahrnehmung und Handlungsspielräume in einer Weise erweitern, dass unser Begreifen des ‚Ein-Teil-Seins-Von-Vielen' an Prozessen und geteilten Lebensräumen wächst?
In diesem Vortrag möchte ich einen Dialog über verschiedene Formate und Praktiken anstoßen und teilen, die sich um diese offene Fragen ranken. Medium und Erscheinungsform werden variieren – von in sich geschlossen bis fragmentarisch, individuell, kollektiv, partizipativ.
Kerstin Ergenzinger ist Bildende und Klangkünstlerin und arbeitet in und zwischen den Bereichen Klang, Skulptur, Kinetik, Licht und Zeichnung. Sie erforscht die Vielfalt sensorischer Ökologien sowie die Möglichkeiten, sich auf die Unterschiedlichkeiten der Welt einzustimmen. Zentrales Thema ihrer Praxis ist das unauflösbare Beziehungsgefüge zwischen Körper und Welt, zwischen Wahrnehmung und Wahrgenommenem, zwischen sinnlichem Erkunden und der Herstellung von Sinn. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Praxis ist der interdisziplinäre und Disziplin übergreifende Austausch. Sie arbeitet häufig in kollaborativen Forschungsprojekten an der Schnittstelle zur Wissenschaft. Gemeinsam mit Bnaya Halperin-Kaddari und Kiran Kumar gründete sie das Sono-Choreographic Collective für transdisziplinäre Kunst und Forschung. Ihre Auseinandersetzung mündet in Instrumenten und Choreographien, die aus dem Zusammenspiel von Klang und Objekt, Bewegung und Schreiben entstehen. Seit 2023 lehrt sie als Juniorprofessorin für Akustische Ökologien und Sound Studies an der Bauhaus-Universität Weimar.