Wissenstransfer zwischen Bevölkerungstheorie, politisch-administrativer Bevölkerungspraxis und gesellschaftlicher Öffentlichkeit in Deutschland und Frankreich von 1870 bis 1930 I

At a glance

Project duration
11/2003  – 10/2006
Funded by

DFG Temporary Positions for Principal Investigators DFG Temporary Positions for Principal Investigators

Project description

<p>Das Projekt verfolgt das Ziel, kulturell-nationale Eigenheiten der deutschen Bevölkerungslehre ebenso herauszustellen wie deren internationale Anschlussfähigkeit. Zu diesem Zweck führt das Forschungsvorhaben Methoden der Kulturtransfer- und Nationalismusforschung zusammen und zeigt, wie sich das Wissen über die Bevölkerung in Austauschbeziehungen mit Frankreich konstituierte und wandelte, wobei die Orientierung an nationalen Selbst- und Fremdbildern eine wichtige Rolle spielte.</p>
<p>Ausgangspunkt der Untersuchung sind drei Kernthemen, die sowohl in Deutschland als auch in Frankreich über mehrere politische Umbrüche hinweg wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung und Intensität eine wichtige Rolle spielten und zu kontroversen Diskussionen führten: Die Deutung und Behandlung von Überbevölkerung und Geburtenrückgang, eng damit verbunden die Erfassung und Beeinflussung von Fruchtbarkeits- und Sterblichkeitsentwicklungen sowie die Visionen von nationalen Räumen . Unter besonderer Berücksichtigung von nationalen und disziplinären Konkurrenzsituationen soll gezeigt werden, aus welchen Bereichen die Impulse zur Formulierung von Bevölkerungsfragen kamen, wer dabei im Diskurs die Deutungsmacht erlangte und wie sich damit politisch-administrative Handlungsspielräume eröffneten.</p>

Principal investigator

  • Person

    Prof. Dr. Dr. h.c. em. Hartmut Kaelble

    • Department of History