Auszeichnung für Prof. Dr. Bernd Henningsen

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Lehre
Der Gründungsdirektor des Nordeuropa-Instituts der Humboldt-Universität, Bernd Henningsen, wurde für seinen Einsatz für die deutsch-norwegischen Beziehungen mit dem Willy-Brandt-Preis 2025 geehrt.

Die Norwegisch-Deutsche Willy-Brandt-Stiftung hat Prof. Dr. Bernd Henningsen mit dem Willy-Brandt-Preis 2025 ausgezeichnet. Der Preis wurde dem früheren Professor für Skandinavistik/Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), am Dienstag, dem 6. Januar 2026 im Gästehaus der Regierung in Oslo, Norwegen, in Anwesenheit von Sigrun Aasland, norwegische Ministerin für Forschung und höhere Bildung, verliehen. Mit dieser Ehrung wird der deutsche Wissenschaftler für seinen herausragenden Beitrag zur Förderung der deutsch-norwegischen Beziehungen gewürdigt. Neben Bernd Henningsen wurde zudem die Journalistin, Autorin und Historikerin Astrid Sverresdotter Dypvik ausgezeichnet.

Prof. Bernd Henningsen sagt zu der Verleihung: „Der Preis ist eine tolle Anerkennung nicht nur für mich, sondern auch für das Nordeuropa-Institut und unsere Kolleginnen und Kollegen und unsere Studierenden. Mit der deutschen Wiedervereinigung und der darauffolgenden Neuaufstellung einiger Fächer ergab sich nach 1992 die Möglichkeit, das Fach Skandinavistik an zentraler Stelle der deutschen Hauptstadt neu aufzustellen. Die Ambition war, zu einem sozialen und politischen Scharnier zwischen den nordeuropäischen Ländern und Deutschland, zu einem zentralen Forschungs-, Wissens- und Lernort über Nordeuropa zu werden. Das, in aller Bescheidenheit, ist geglückt und macht zufrieden. Die Drittmittelbilanz des Instituts und die Karriereerfolge vieler unsere Absolventinnen und Absolventen – nicht zuletzt im Norden – sind schöne Belege für die guten nordeuropäisch-deutschen Beziehungen.“

Zur Person

Prof. Dr. Bernd Henningsen, Jahrgang 1945, hat über mehrere Jahrzehnte maßgeblich zur wissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Nordeuropa beigetragen. 1992 an die HU als Professor für Skandinavistik/Kulturwissenschaften berufen, war er der Gründungsdirektor des Nordeuropa-Instituts. Er lehrte und forschte zur Politik und Kultur des Nordens. 2010 emeritiert, bleibt er bis heute dem Institut verbunden und unterrichtet jedes Wintersemester und betreut Studierende. Er hat mehrere große Projekte für die deutsch-norwegischen Zusammenarbeit durchgeführt und sich nicht nur für die Wissensvermittlung an Studierende, sondern auch an Politiker und Entscheidungsträger eingesetzt.

Willy-Brandt-Preis

Der Willy-Brandt-Preis wird seit 25 Jahren jährlich an Personen oder Institutionen verliehen, die sich in besonderem Maße um die deutsch-norwegischen Beziehungen verdient gemacht haben. Der Preis umfasst eine Willy-Brandt-Büste des norwegischen Bildhauers Nils Aas sowie eine Ehrenurkunde.

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