Dissertationspreis Adlershof für 2025 geht an Dr. Sascha Gaudlitz

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Forschung
Der Mathematiker entwickelte neue statistische Methoden zur Rekonstruktion verborgener Dynamiken in raum-zeitlichen Systemen.

Am 11. Februar 2026 wurde erneut der Dissertationspreis Adlershof verliehen. Dr. Sascha Gaudlitz erhielt den mit 3.000 Euro dotierten Preis, der jährlich von der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Forschungsnetzwerk IGAFA e. V. und der WISTA Management GmbH gemeinsam gestiftet und organisiert wird.

In seiner Doktorarbeit, die in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Markus Reiß am Institut für Mathematik der Humboldt-Universität zu Berlin entstand, entwickelte Dr. Sascha Gaudlitz neue statistische Methoden zur Rekonstruktion verborgener Dynamiken in raum-zeitlichen Systemen, die durch diffusive und reaktive Mechanismen bestimmt werden. Zentrale Fragestellung seiner Forschung war die quantitative Analyse, inwieweit zusätzliche räumliche Informationen die Rekonstruktionsgenauigkeit lokaler Wechselwirkungen (Reaktionsterm) erhöhen.

Neben Dr. Sascha Gaudlitz präsentierten zwei weitere Forschende ihre Arbeiten in der Endrunde: Dr.-Ing. Petros Beleniotis, promoviert am Ferdinand-Braun-Institut gGmbH, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik, und an der BTU Cottbus-Senftenberg, entwickelte Methoden zur präzisen Schaltungsauslegung, die die Leistungsfähigkeit zukünftiger drahtloser Technologien verbessern. Dr. Josefine Sprachmann erforschte im Rahmen ihrer Doktorarbeit am Institut für Chemie der Humboldt-Universität zu Berlin organische Moleküle mit ungewöhnlicher elektronischer Struktur, sogenannte nicht-alternierende Kohlenwasserstoffe, als potenzielle Bausteine für neuartige Materialien.

Über den Dissertationspreis Adlershof

Seit 2002 vergeben Humboldt-Universität zu Berlin, WISTA Management GmbH und IGAFA jährlich den Dissertationspreis Adlershof, mit dem Nachwuchsforscher*innen für hervorragende wissenschaftliche Leistungen im Rahmen einer in Adlershof angefertigten Dissertation ausgezeichnet werden. Berücksichtigt werden Dissertationen, die in den vergangenen 18 Monaten mit einem Prädikat von mindestens „sehr gut“ (magna cum laude) abgeschlossen wurden. Drei Nominierte stellen dazu in allgemeinverständlichen Kurzvorträgen das Thema ihrer Arbeit vor, die im Anschluss nach Forschungs- und Präsentationsleistungen bewertet und ausgezeichnet werden. Für die Nominierung erhalten die Teilnehmenden eine Prämie von 1.000 Euro, die beste Leistung beim Dissertationspreis wird mit 3.000 Euro belohnt.

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Dissertationspreis Adlershof