Ägyptische und koptische Kunst als Inspirationsquelle des deutschen Expressionismus

Auf einen Blick

Laufzeit
01/2006  – 12/2007

Projektbeschreibung

<p>Über den Einfluss, den Werke der außereuropäischen Kunst auf das Schaffen Ernst Ludwig Kirchners und der übrigen Mitglieder der Künstlergruppe »Brücke« und anderer Vertreter des deutschen Expressionismus ausübten, ist zwar viel geschrieben worden, das Interesse richtete sich dabei jedoch vorrangig auf die Rezeption ozeanischer und afrikanischer Skulptur durch Kirchner, Erich Heckel, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff, auf die am deutlichsten im Werk Kirchners aufscheinende Faszination für die frühbuddhistischen Fresken der Höhlentempel im indischen Ajanta, sowie auf die unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs durchgeführten Südseereisen von Pechstein und Emil Nolde.</p>
<p>Infolge der Zuordnung teilweise unpublizierter Skizzen Kirchners nach ägyptischen und koptischen Altertümern aus Berliner Beständen und der Identifizierung ägyptischer Objekte auf anderen seiner Werke, hat sich herausgestellt, dass der vorislamischen Kunst Ägyptens in seinem künstlerischen uvre eine bei weitem gewichtigere Bedeutung zukommt als gemeinhin angenommen wird.</p>
<p>Ins Auge gefasst ist eine gemeinsame Ausstellung der entsprechenden antiken und modernen Originalkunstwerke.</p>