Ausgrenzungsprozesse und Überlebensstrategien. Mittlere und kleine jüdische Gewerbe-Unternehmen in Berlin, Frankfurt/Main und Breslau 1929/30 bis 1945
Auf einen Blick
Projektbeschreibung
<p>Das Projekt verfolgt ein dokumentarisches und ein analytisches Ziel. Es sollen die Grunddaten mittlerer und kleiner jüdischer Unternehmen in Berlin, Frankfurt am Main und Breslau erfasst, in einer Datenbank gespeichert und der Fachwissenschaft sowie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zweitens soll eine monographische Studie zu jeder der drei Städte erstellt werden, die diese Daten wirtschafts- und gesellschaftsgeschichtlich interpretiert.</p>
<p>Der Schwerpunkt liegt auf den mittleren und kleinen Unternehmen, weil die Forschungsdesiderata hier am größten sind, und zwar sowohl im statistischen als auch im analytischen Bereich. Die Untersuchungsorte sind ausgewählt worden, um die drei größten jüdischen Gemeinden zu erfassen, auf die ca. 40 Prozent der jüdischen Bevölkerung des Reichs entfielen. Zudem repräsentieren diese Städte einen breiten Querschnitt jüdischen Wirtschaftslebens in Deutschland. Der Untersuchungszeitraum umfasst die dreißiger Jahre und die Zeit des Zweiten Weltkrieges und schließt unter spezifischen Gesichtspunkten auch die unmittelbare Nachkriegszeit ein.</p>
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. phil. Ludolf Herbst
- Institut für Geschichtswissenschaften