Autorität, Methoden und Funktion der Populärwissenschaft im Wissenschaftssystem: Wilhelm Bölsche und die Sexualwissenschaft
Auf einen Blick
DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe)
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Projektbeschreibung
Über die konkreten Wege des Wissens aus der Öffentlichkeit in eine Fachwissenschaft ist noch immer wenig bekannt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der Populärwissenschaft zu. Populärwissenschaftler handeln in doppelter Funktion als Stellvertreter der Wissenschaft gegenüber der Öffentlichkeit und als Stellvertreter der Öffentlichkeit gegenüber der Wissenschaft. Dies wird im Projekt anhand einer exemplarischen Fallstudie zum wichtigsten Populärwissenschaftler um 1900, Wilhelm Bölsche, und seinem Einfluss auf die frühe Sexualwissenschaft untersucht. Ausgehend von Bölsches Bestseller "Das Liebesleben in der Natur" und den Werken früher Sexualwissenschaftler wie Iwan Bloch und Magnus Hirschfeld wird die Genese und der Austausch von Begriffen und Methoden in einem außeruniversitären kommunikativen Netzwerk betrachtet. Das Projekt ist Teil des DFG-PAK 531 "Fachwissen und Öffentlichkeit: Expertise, Regulierungswissen, Populärwissenschaft" in Kooperation mit dem Institut für Wissenschafts- und Technikforschung der Universität Bielefeld.
Projektleitung
- Person
Dr. Phil. Safia Azzouni
- Institut für deutsche Literatur
- Deutsche Literatur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit