Begleitforschung zum Berliner Schulversuch Hybridunterricht

Auf einen Blick

Laufzeit
09/2021  – 05/2025
DFG-Fachsystematik

Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung

Förderung durch

Andere Senatsverwaltungen

Projektbeschreibung

Die durch die Corona-Pandemie erzwungenen Veränderungen von Unterricht und schulischem Lernen bergen die Chance, bisherige Unterrichtskonzepte grundsätzlich zu überdenken und weiter zu entwickeln. In diesem Zusammenhang kommt der in Deutschland lange vernachlässigten Integration digitaler Medien in den Unterricht eine herausgehobene Rolle zu. Besonders für häusliche Lernphasen bietet sich die Nutzung digitaler Lernplattformen und Werkzeuge an, um den Schülerinnen und Schülern sowohl synchrone als auch asynchrone Lernangebote machen zu können. Hier setzt der Schulversuch „BER.hybrid – Hybridformen des Unterrichts“ an. Das Ziel des Schulversuchs besteht darin, Schulen auch über die unmittelbaren Erfordernisse der Covid19-Pandemie hinaus darin zu unterstützen, digitale Medien nachhaltig in schulisches Lernen zu integrieren und dabei Freiräume für alternative raum-zeitliche Lernstrukturen und -settings zu eröffnen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der individualisierten Förderung der Schülerinnen und Schüler, aber auch auf der Weiterentwicklung selbstregulativer Fähigkeiten.
Die wissenschaftliche Begleitung des Schulversuchs soll die gemachten Erfahrungen systematisch dokumentieren und sie so einerseits der Reflexion und Diskussion der Beteiligten selbst wie auch anderen Akteuren, wie z. B. anderen interessierten Schulen, zugänglich machen. Die wissenschaftliche Begleitforschung trägt darüber hinaus zum Steuerungswissen für einen möglichen Roll-Out jenseits der Pilotierungsphase bei. Insbesondere soll die Identifikation von Erfolgsbedingungen und Hindernissen bei der Entwicklung hybrider Unterrichtsformen auf der Ebene der Einzelschule und ihrer Unterrichtsbedingungen in diesem Zusammenhang einen Mehrwert bieten. Im Sinne einer Wirksamkeitsstudie sollten darüber hinaus Kompetenzentwicklungen auf Seiten der Schülerinnen und Schüler im Kontext der jeweiligen, an den Schulen erprobten Modelle für den Hybridunterricht evaluiert werden. Auf diese Weise kann die Erreichung der durch den Modellversuch intendierten Kompetenzziele im fachlichen und überfachlichen Bereich (Selbstregulation) festgestellt und lernwirksame Konzeptionen identifiziert werden. Als formative Evaluation angelegt, soll die wissenschaftliche Begleitforschung bereits im Entwicklungsprozess Rückmeldungen geben, die in die Weiterentwicklung der Konzepte des Hybridunterrichts einfließen.

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