Bereitstellung vertrauter Ereignisfolgen: Analyse von Verhaltensdaten und aufgabenabhängigen Pupillenreaktionen

Auf einen Blick

Laufzeit
03/2005  – 09/2007
Förderung durch

DFG Sachbeihilfe DFG Sachbeihilfe

Projektbeschreibung

Begriffliches Wissen über komplexe, zeitlich geordnete Folgen von Ereignissen spielt bei der Bewältigung von Alltagshandlungen, wie z.B. dem Kaffee kochen, eine wichtige Rolle. Bislang ist nicht befriedigend geklärt, wie dieses Wissen im Gedächtnis repräsentiert ist und anforderungsabhängig bereit gestellt wird (Rosen et al., 2003). Ein dazu entwickeltes, bislang aber nur an klinischen Patientengruppen getestetes Modell stammt von Humphreys et al. (2001). Das Modell postuliert, dass vertraute Ereignisfolgen ausschließlich hierarchisch organisiert sind und im ressourcenbegrenzten Arbeitsgedächtnis bereit gestellt werden (Aktivationsgradient). Das Projekt hat zum Ziel, diesen Modellansatz kritisch zu prüfen. Neben Verhaltensdaten werden aufgabenabhängige Pupillenreaktionen zur Erfassung des Zeitverlaufs der Ressourcenkonsumtion genutzt. Untersuchung 1 geht der Frage nach, ob die Reihenfolge von Ereignissen innerhalb vertrauter Ereignisfolgen auf das Wirksamwerden eines Aktivationsgradienten zurückführbar ist. In Untersuchung 2 wird geprüft, ob neben dieser hierarchischen Ordnungsstruktur Effekte einer weiteren Ordnungsstruktur (Zentralität, vgl. Galambos & Rips, 1982) nachweisbar sind. Die Untersuchungen 3 und 4 prüfen Positions- und Richtungseffekte in vertrauten Ereignisfolgen. Derartige Effekte gelten als Hinweis auf eine lineare Ordnungsstruktur. In Untersuchung 5 soll die Ressourcenkonsumtion bei der Bereitstellung von Ereignisfolgen analysiert werden. Untersuchung 6 schließlich fragt, wie sich die individuelle Kapazität des Arbeitsgedächtnissess auf die Bereitstellung von Ereignisfolgen auswirkt.

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Projektleitung

  • Person

    Prof. Dr. sc. nat. Elke van der Meer

    • Kognitive Psychologie