Bewertung des Invasivitätspotenzials der Robinie (Robinia pseudoacacia) in Brandenburg (InvaRo)
Auf einen Blick
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Projektbeschreibung
Keine andere Laubbaumart wird hinsichtlich ihrer künftigen forstwirtschaftlichen Bedeutung und ökologischen Risiken so kontrovers bewertet wie die nordamerikanische Robinie. Wesentlich sind die Standortbeeinflussung durch die Stickstofffixierung, ein hohes Reproduktions- und Ausbreitungspotenzial und die Fähigkeit, andere Arten zu verdrängen. Andererseits wird aus forstwirtschaftlicher Sicht die Baumart aufgrund ihrer Wuchsleistung, auch im Kurzumtrieb, und ihrer besonderen Holzeigenschaften geschätzt. Eine pauschale Bewertung wird dem Konfliktpotenzial für die etwa 22.500 ha Robinienbestände in Brandenburg nicht gerecht. Das zentrale Ziel des Forschungsvorhabens besteht in der Risikobewertung des Invasivitätspotenzials der Robinie für naturschutzfachlich wertvolle Flächen. Aufgrund von Nachbarschaftsbeziehungen zwischen Robinienbeständen und Schutzgebieten sollen Risikoflächen zunächst landesweit lokalisiert und quantifiziert werden. Auf einer Teilmenge naturschutzfachlich sensibler Flächen soll die vegetative und generative Ausbreitung der Baumart kartiert und rekonstruiert werden. Untersuchungen zur Bodenvegetation und Bodenchemie sollen mögliche Veränderungen erfassen und bewerten. Die Untersuchungsergebnisse sollen der Entwicklung von Managementstrategien zur naturschutzkonformen Bewirtschaftung von Robinienbeständen dienen.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. habil. Ralf Kätzel
- Lebenswissenschaftliche Fakultät
- Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften
- Person
Prof. Dr. rer. nat. Dr. rer. agr. Christian Ulrichs
- Lebenswissenschaftliche Fakultät
- Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften