Bewertung von Verfahren der Schweinehaltung aufgrund des Tierverhaltens

Auf einen Blick

Laufzeit
12/2006  – 12/2012

Projektbeschreibung

Tiergerechtheit ist ein wichtiger Parameter zur Bewertung der Prozessqualität sowohl konventioneller als auch aufwandreduzierter Verfahren. Die Beurteilung der Tiergerechtheit ist dabei auf verschiedene Weise möglich. Zum einen durch Indizes oder aber durch eine auf das Wahlverhalten der Tierart gerichtete empirische Forschung.

Die Zielstellung:

Mit einer angepassten Versuchsanordnung soll die Tiergerechtheit von Haltungskomponenten in der Schweinehaltung untersucht werden. Dazu wird sowohl das Präferenzverhalten von Schweinen für spezifische Haltungsräume und Ausstattungsmerkmale als auch die Reaktion auf definierte Haltungssysteme evaluiert.
Die Auswertung der Frequenz, Sequenz und Aufenthaltsdauer der Tiere in ihren unterschiedlichen Funktionsbereichen erfolgt über die gesamte Haltungsperiode. Dadurch soll ein Beitrag geleistet werden, die Bewertung von Verfahren in der Schweinehaltung aus Sicht der Tiergerechtheit zu vervollkommnen.

Die Versuchsanordnung:

Die Schweine werden in einem aufwandreduzierten Haltungssystem in Hütten auf betonierter Fläche gehalten. Die sensorgestützte Erfassung des Verhaltens wird an vier Durchgangstoren, zwei Futterautomaten und zwei Tränken vorgenommen. Alle Elemente sind mit einer Tiererkennung versehen. Die individuelle elektronische Identifizierung der Schweine erfolgt über Ohr-Responder.
Durch die vier Durchgangstore lassen sich drei Aufenthaltsbereiche voneinander abgrenzen. Die einzelnen Bereiche können durch ihre flexible Gestaltung in Ausstattung und Struktur für verschiedene Untersuchungsreihen verändert werden.
Zusätzlich ist eine Erfassung des Tierverhaltens über ein videogestütztes Monitoringsystem möglich.