Die GAP nach 2027 - Biodiversität bewahren und fördern

Auf einen Blick

Laufzeit
10/2026  – 09/2028
DFG-Fachsystematik

Agrarökonomie, Agrarpolitik, Agrarsoziologie

Förderung durch

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Projektbeschreibung

Ziel des Vorhabens ist es, die Legislativvorschläge und den Aushandlungsprozess zur Gemeinsamen
Agrarpolitik (GAP) der EU nach 2027 hinsichtlich ihrer Bedeutung für Biodiversitätsschutz und
Agrarumweltförderung in Deutschland zu analysieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die künftige GAP
zur Erreichung nationaler und europäischer Biodiversitätsziele beitragen kann und zugleich im deutschen
Mehrebenensystem umsetzbar bleiben kann.

Das Vorhaben verfolgt dabei ein analytisch-konzeptionelles und ein politisch-strategisches Ziel. Zum
ersteren wird ein Bewertungsrahmen entwickelt, der die GAP-Vorschläge in den Kontext relevanter
Zielsysteme einordnet und Bewertungsdimensionen ableitet. Auf dieser Grundlage werden Szenarien zur
möglichen Ausgestaltung der GAP nach 2027 entwickelt und hinsichtlich ihrer ökologischen,
ökonomischen, sozialen und administrativen Konsequenzen bewertet. Politisch-strategisch zielt das
Vorhaben darauf ab, aus der Analyse realistische und umsetzbare Anpassungsoptionen für die deutsche
Agrarumweltpolitik abzuleiten. Diese sollen sowohl im weiteren europäischen Aushandlungsprozess als
auch bei der nationalen Umsetzung genutzt werden können. Im Fokus stehen dabei konkrete Optionen zur
Stärkung von Biodiv-Instrumenten, zur Verbesserung des Zusammenspiels im Policy-Mix und zur Nutzung
bestehender Spielräume auf Bundes- und Länderebene.

Ein Fachgespräch und eine Abschlussveranstaltung dienen dazu, Annahmen, Szenarien und
Handlungsoptionen zu validieren und umsetzungsorientiert weiterzuentwickeln. Ergänzend ermöglicht die
laufende Begleitung des politischen Prozesses, relevante Entwicklungen während der Projektlaufzeit
aufzugreifen und ihre Bedeutung für die Szenarien und Empfehlungen einzuordnen. Damit schafft das
Projekt eine fachliche Grundlage für die Bewertung der GAP nach 2027 aus Biodiversitätsperspektive und
unterstützt die Entwicklung von Optionen, wie nationale Ziele im Agrarnaturschutz in Deutschland nach
2027 erreicht werden können.