Die 'Herren des Wassers': Künstliche Bewässerung und die Begegnung zwischen Zentrum und Peripherie. Das Beispiel Zentralasien im 19. und 20. Jahrhundert

Auf einen Blick

Laufzeit
11/2003  – 10/2007
Förderung durch

Volkswagen Stiftung Volkswagen Stiftung

Projektbeschreibung

Anhand der künstlichen Bewässerung untersucht das Projekt den sozio-kulturellen Wandel und den Prozess der Kolonialisierung in Zentralasien im 19. und 20. Jahrhundert. Ausgehend von einem kulturgeschichtlich geprägten Konzept von Kolonialisierungsgeschichte, das "Begegnung" und wandelnde Wahrnehmung der jeweils fremden Kultur in den Mittelpunkt stellt, werden Aus- und Umbau von Bewässerungssystemen, Regulierungs- und Verteilungsmechanismen, Ämter und Behörden analysiert, um die Ausrichtung und Wirkung der Kolonialpolitik zu beschreiben und zugleich die inneren Strukturen der lokalen Gesellschaft zu erfassen. Die Untersuchungsregion umfasst jene Gebiete, die aus dem unteren Amu-Darja bewässert werden (die Oasen von Chiva, Buchara, Urgenc, Tasauz sowie das Mündungsdelta); der Untersuchungszeitraum erstreckt sich über das 19. und 20. Jahrhundert, um durch die Langzeitperspektive bislang wenig beachtete Kontinuitäten aufzudecken.