Die Natur des Kalten Krieges. Die DDR Naturschutzpolitik während des Ost-West-Konflikts 1945-1990

Auf einen Blick

Laufzeit
08/2014  – 07/2015
Förderung durch

Volkswagen Stiftung Volkswagen Stiftung

Projektbeschreibung

Die DDR unternahm weitaus früher als die Bundesrepublik erste gesetzgebende, politische und wissenschaftliche Schritte im Naturschutz und förderte ebenso gesellschaftliche Naturschutzbemühungen durch staatliche Naturschutzorganisationen. Die Internationalisierung und Ökologisierung des Naturschutzes ab den 1970er Jahren zog auch in der DDR eine kritische Umweltbewegung nach sich und veränderte diesen Politikbereich – und die DDR – nachhaltig. Der Referenzrahmen für die Entscheidungen der DDR Naturschutzpolitik waren hierbei immer wieder die Abhängigkeit von internationalen politischen Prozessen und dem Kalten Krieg, besonders den Entscheidungen der Alliierten, vor allem den USA, sowie den Entwicklungen in der Bundesrepublik. Die Studie geht der übergeordneten Frage nach, ob der Naturschutzbereich dazu beitrug, dass die DDR erodierte – ähnlich wie diese Wirkung der DDR Umweltbewegung zugeschrieben wird – oder ob dieser Bereich eine System stabilisierende Wirkung hatte. Da es wenig Forschung zum DDR Naturschutz gibt, finden sich in der Literatur häufig falsche und polemische Schlussfolgerungen. Durch den Blick auf die Naturschutzpolitik unterzieht das Forschungsprojekt das System und die Gesellschaft der DDR einer Neubetrachtung und analysiert in diesem Kontext die internationale Rolle der Bundesrepublik und der DDR im Zeitalter des Kalten Krieges. Die interdisziplinär und transnational angelegte Studie wirft Probleme und Fragestellungen der soziologischen sowie politik-, wirtschafts-, und sozialgeschichtlichen Forschung auf.

Projektleitung

  • Person

    Dr. Astrid Mignon Kirchhof

    • Institut für Geschichtswissenschaften