Die rituelle Reproduktion von Khmerness in Thailand

Auf einen Blick

Laufzeit
10/2010  – 09/2013
Förderung durch

DFG Sachbeihilfe DFG Sachbeihilfe

Projektbeschreibung

Gegenstand des Forschungsvorhabens ist die Frage nach der Bedeutung ritueller Praxis für die Reproduktion ethnischer Kategorien in der thailändischen Provinz Buriram. Im Rahmen eines interdisziplinären Ansatzes, der ethnologische und historische Fragestellungen vereint, soll auf Grundlage einer ethnohistorischen Perspektive die diachrone Dimension der lokalen Sozialstruktur untersucht werden. Das zentale Thema ist die Beziehung zwischen gesellschaftlichen Transformationsprozessen und kulturellem Wandel. Am Beispiel der Thai-Khmer soll hinterfragt werden, wie trotz des hohen assimilatorischen Drucks des thailändischen Staates ethnische Grenzen im lokalen sozio-kulturellen Kontext reproduziert werden. Dabei soll analysiert werden, inwieweit die staatlich geförderte Repräsentation der Thai-Khmer als Erben und Bewahrer einer nationalen Khmer-Vergangenheit eine kulturelle Krise darstellt. Vor diesem Hintergrund soll die zentrale Arbeitshypothese diskutiert werden, nach der sich die lokale sozio-kulturelle Imagination von Khmerness hauptsächlich über Ahnenkulte und die dazugehörenden Mythen und Rituale konstituiert, wodurch ein ethnischer Habitus entsteht, der religiös legitimiert wird.

Projektleitung

  • Person

    Prof. Dr. phil. Vincentius Houben

    • Geschichte Südostasiens