Diskursive Weisheit - das Proverbienbuch und die Toratradition
Auf einen Blick
DFG Sachbeihilfe
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Projektbeschreibung
Das geplante Vorhaben untersucht die Verbindung zwischen dem Proverbienbuch und der Toratradition. Anhand einer traditionsgeschichtlichen Fragestellung, die in methodischer Hinsicht Ergebnisse der jüngeren literaturwissenschaftlichen Forschung aufgreift, soll die Aufnahme und Abgrenzung der Proverbien gegenüber der Tora und Torafrömmigkeit thematisiert werden. Dabei werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede als Ausdruck eines theologischen Diskurses in der spätpersischen und hellenistischen Zeit gewertet, der in der Überwindung des Gegensatzes von Weisheit und Gesetz zu den weisheitlichen Schriften des antiken Judentums (Sirach, Qumran, Sapientia Salomonis) hinführt und dem weitere Texte zugeordnet werden können. So scheint es, dass die weisheitliche Tradition gegenüber der Größe 'Tora' eine 'mitlaufende Alternative' darstellt, bei der Theologumena zwar aufgegriffen, jedoch anders eingebunden werden, als dies in der Literatur der Zeit der Fall ist. Solchermaßen bestimmt, verspricht sich das Projekt nicht nur einen neuen Ansatz zur Einordnung des Proverbienbuches in den theologischen Diskurs der spätnachexilischen Zeit, sondern auch einen Beitrag zur Religions- und Theologiegeschichte der persischen und hellenistischen Zeit.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. Dr. Bernd U. Schipper
- HU-Theologien
- Theologische Fakultät