Edmond J. Safra-Gastprofessur
Auf einen Blick
Kunstgeschichte
Sonstige internationale Geldgeber
Projektbeschreibung
Im Rahmen der Edmond J. Safra-Gastprofessur am Center for Advanced Study in the Visual Arts (CASVA) der National Gallery of Art, Washington, D.C., werde ich vom 1. Oktober bis zum 30. November 2026 sowie vom 1. Februar bis zum 31. März 2027 in Washington, D.C., anwesend sein. In dieser Zeit entwickle ich ein Forschungs- und Veranstaltungsprogramm, das eng an meine laufenden Arbeiten zur Rezeption antiker Skulptur in der Frühen Neuzeit sowie an die Sammlungen und das Ausstellungsprogramm der National Gallery anschließt.
Die Safra-Gastprofessur wird an international ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, deren Forschung in besonderer Weise mit den Beständen und Forschungsinteressen der National Gallery verbunden ist. In meinem Fall betrifft dies insbesondere meine Forschung zur Wiederentdeckung, Sammlung, Präsentation und Transformation antiker Skulptur in der Renaissance sowie meine Tätigkeit als Direktorin des Census.
Ein besonderer Anknüpfungspunkt ist die für das Frühjahr 2027 geplante Ausstellung Broken: The Power of the Fragment in Sculpture. Meine Forschungen zu Fragment, Antikenrezeption und frühneuzeitlicher Aneignung antiker Skulptur stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den Themen dieser Ausstellung. Die Gastprofessur bietet die Möglichkeit, meine Expertise in den Austausch mit Kuratorinnen und Kuratoren der National Gallery einzubringen und zugleich neue Impulse für meine eigenen Forschungen zu gewinnen.
Zu den zentralen Bestandteilen der Gastprofessur gehören die Konzeption und Durchführung eines Safra-Vortrags sowie eines internationalen Kolloquiums. Beide Formate werden Fragen nach der Überlieferung, Transformation und Neubewertung antiker Skulptur in der Renaissance in den Mittelpunkt stellen und den Dialog zwischen kunsthistorischer Forschung, Sammlungs- und Ausstellungspraxis sowie digitalen Forschungsressourcen fördern.
Darüber hinaus werde ich die Zeit am CASVA für eigene Forschung und wissenschaftliches Schreiben nutzen. Die Forschungsinfrastruktur der National Gallery sowie der Zugang zu weiteren Institutionen im Raum Washington, D.C., bieten dafür hervorragende Voraussetzungen.
Die mit der Gastprofessur verbundenen Mittel werden der Humboldt-Universität zu Berlin zur Verfügung gestellt und sollen zur Finanzierung einer Lehrvertretung verwendet werden. Nach derzeitiger Kalkulation können damit ca. 66 % der erforderlichen Vertretungskosten gedeckt werden. Die verbleibenden Lehrverpflichtungen werde ich in den Monaten Dezember 2026 und Januar 2027 erfüllen, in denen keine Präsenzpflicht am CASVA besteht.
Die Gastprofessur wird zur Weiterentwicklung meiner Forschung beitragen und zugleich die internationale Sichtbarkeit der Humboldt-Universität zu Berlin, des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte und des Census stärken.
Beteiligte Einrichtungen
Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Anschrift
Pergamonpalais, Georgenstraße 47, 10117 Berlin