Effizienz und Umwelteffizienz landwirtschaftlicher Biogasanlagen
Auf einen Blick
Projektbeschreibung
Das Dissertationsvorhaben beschäftigt sich mit der Analyse der technischen und ökonomischen Effizienz sowie der Umwelteffizienz von landwirtschaftlichen Biogasanlagen (BGA) und entwickelt einen Ansatz, wie das derzeitige Fördersystem für BGA modifiziert werden sollte, um durch die Schaffung ökonomischer Anreize eine umweltschonende Betriebsweise von BGA zu fördern. Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, die Effizienz existierender BGA mit Hilfe der Effizienzanalysemethoden Data Envelopment Analysis (DEA) und der Stochastic Frontier Analysis (SFA) anhand eines vorliegenden Datensatzes empirisch zu messen, die BGA in effiziente und ineffiziente Anlagen einzuteilen, Einflussfaktoren auf die Effizienz mit Hilfe regressionsanalytischer Methoden abzuleiten und Beratungsempfehlungen zu geben, an welchen konkreten Stellen Verbesserungspotenziale zur Erhöhung der Effizienz bestehen. Des weiteren wird eine auf den Methoden DEA und SFA basierende Umwelteffizienzanalyse durchgeführt, wobei die negativen Umweltwirkungen von BGA in Form von Umweltindikatoren in die Analyse einfließen. Als Ergebnis ist ein Ansatz entwickelt, wie das derzeitige Fördersystem für BGA modifiziert werden sollte, um umweltschonende Betriebsweisen ökonomisch zu belohnen und auf diese Weise die Verbreitung umweltfreundlicher Verfahrensweisen in der Praxis zu fördern. Der Ansatz der Integration von umweltorientierten Zielen in das Methodenspektrum der Effizienzmessung ermöglicht eine Verknüpfung ökologischer und ökonomischer Aspekte der Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen und soll dazu beitragen, mögliche negative Umweltimplikationen von Biogasanlagen zu vermindern bzw. zu vermeiden.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. agr. habil. Martin Odening
- Allgemeine Betriebslehre des Landbaus