Etablierung globaler Histonacetylierung durch den HAT-Komplex SAS-I in S. cerevisiae
Auf einen Blick
Allgemeine Genetik und funktionelle Genomforschung
DFG Sachbeihilfe
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Projektbeschreibung
Eukaryote Organismen haben komplexe Mechanismen etabliert, um Genexpression in ihrem Genom sowohl zeitlich als auch örtlich korrekt zu kontrollieren. Posttranslationale Histonmodifikationen sind ein Mechanismus der Expressionskontrolle. Dabei spielt die Acetylierung von Lysin 16 an Histon H4 (H4 K16Ac) eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung euchromatischer Identität. In der letzten Förderperiode haben wir die globale Deposition von H4 K16Ac durch die Histonacetyltransferase SAS-I in Saccharomyces cerevisiae untersucht. Dabei haben wir unerwartete Rollen von SAS-I in der Transkriptions-Elongation und der Suppression kryptischer Initiation in ORFs gefunden.
In diesem Antrag werden wir diese Arbeit fortsetzen und die Mechanismen der H4 K16Ac Deposition durch SAS-I studieren. Wir werden bestimmen, wie sie mit Replikations- und Transkriptions-abhängiger und -unabhängiger Histondeposition einhergeht. Des weiteren werden wir untersuchen, wie die Chromatin-Assemblierungsfaktoren CAF-I und Asf1 die steady-state-Menge an H4 K16Ac kontrollieren, und wie sie die dynamische H4 K16Ac durch SAS-I innerhalb und außerhalb der S-phase beeinflussen. Diese Untersuchungen sind wichtig, um zu verstehen, wie die SAS-I-abhängige Acetylierung an bestimmte genomische Regionen gebracht wird, und erlaubt neue Erkenntnisse darüber, wie Eukaryoten Chromatin-Domänen in ihrem Genom etablieren.