European PhD in Socio-Economic and Statistical Studies

Auf einen Blick

Laufzeit
10/2008  – 12/2010
Förderung durch

DAAD

Projektbeschreibung

<p>European PhD in Socio-Economic and Statistical Studies (SESS) ist ein internationales und interdisziplinäres Promotionsprogramm, an dem acht Universitäten beteiligt sind: die La Sapienza in Rom, Université Libre de Bruxelles, Universidad de Barcelona, Université des Sciences et Technologies de Lille, University of Southampton, University of Tampere, University of Haifa und die Humboldt-Universität zu Berlin. Das Programm wurde 2001 ins Leben gerufen und für die Dauer einer sechsjährigen Pilotphase vom italienischen Forschungsministerium finanziert. La Sapienza übernahm für diese Zeit die Programmkoordination. Mit dem Ablauf der Einführungsphase wird das Programm jetzt von Rom nach Berlin überführt. Zugleich soll es als strukturierter, credit-basierter dreijähriger Promotionsstudiengang neu gestaltet und konsolidiert werden. Die Humboldt-Universität unterstützt das Programm und fördert seine dauerhafte Einrichtung.</p>

<p>Die Universitäten in Rom und Brüssel sind zunächst die beiden hauptsächlichen ausländischen Kooperationspartner. Beide Universitäten können die vorgesehenen Lehr- und Betreuungsbedingungen schon jetzt erfüllen. Unter Berücksichtigung der strengen Anforderungen der neuen Programmstruktur wird geprüft werden, wie SESS mit den übrigen Partneruniversitäten neu aufgebaut werden kann. Es sollen auch neue Partnerinstitutionen angeworben werden.</p>

<p>SESS ist ein sozialwissenschaftlicher Promotionsstudiengang mit den interdisziplinären Schwerpunkten Ökonomie und Statistik, der an den beteiligten Universitäten gemeinsam durchgeführt wird und zur Verleihung des Grades Doctor Europaeus (Europaea) führt. Die Doktorandenausbildung legt die Untersuchung von gesellschaftlichen Makro- und Mikroprozessen aus der Sicht eines umfassenden Verständnisses von Sozialwissenschaft zugrunde, das soziale und ökonomische Phänomene als einheitlichen Gegenstandsbereich auffasst. Während dieses einheitswissenschaftliche Programm für Max Weber noch selbstverständlich war, führt die Spezialisierung in Teildisziplinen oft zu einer ausschnitthaften Auseinandersetzung mit der sozialen Wirklichkeit. SESS will dem entgegenwirken, indem es sich ausdrücklich in die Tradition des sozio-ökonomischen Forschungsprogramms Webers stellt. In Erfüllung dieses Anspruchs ist SESS deutlich empirisch und hypothesentestend ausgerichtet. Und es ist komparativ angelegt. Im internationalen Netzwerk der beteiligten Institutionen sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, in gemeinsamer Arbeit Länder übergreifend und vergleichend zu forschen, um die Besonderheiten individueller Gesellschaften erfassen zu können ebenso wie die Interdependenzen der Probleme und Lösungsmöglichkeiten, die für das Miteinander von Nationen in der heutigen globalisierten Welt kennzeichnend sind.</p>

<p>SESS folgt dem Modell einer dreijährigen Ausbildung, wobei die Aufnahme an Auflagen geknüpft werden kann, die das Ziel haben, die Bewerber/innen in einer ein- oder zweisemestrigen Vorbereitungsphase auf ein einheitliches Ausgangsniveau des interdisziplinären Wissenskanons zu bringen. Das Programm macht außerdem Studien- und Forschungsaufenthalt an den Partneruniversitäten zur Bedingung. Ein System von credit points sorgt dafür, dass die erbrachten Leistungen international übertragbar sind und in vergleichbarer Weise von den beteiligten Institutionen vergeben werden können.</p>

<p>Durch die Vernetzung mit außeruniversitären Forschungsinstitutionen in Berlin wird sichergestellt, dass die Studierenden eigene Erfahrungen in der Forschung sammeln können. Außerdem wird der Studiengang Teil der Humboldt Graduate School (HGS), die organisatorische Dienstleistungen für die Promotionsprogramme der Humboldt-Universität erbringt und sich neben dem Karriere-Mentoring der Absolventen die laufende Qualitätskontrolle der Programme zum Ziel gesetzt hat.</p>

Projektleitung

  • Person

    Prof. i.R. Dr. Dr. h.c. Bernd Wegener

    • Empirische Sozialforschung