EXC 2049/2: NeuroCure – Neue Wege in der Erforschung und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems
Auf einen Blick
Grundlagen der Biologie und Medizin
Medizin
Neurowissenschaften
DFG Exzellenzstrategie Cluster
Projektbeschreibung
Erkrankungen des Nervensystems stellen eine erhebliche Belastung für Betroffene und die Gesellschaft dar. Unser Verständnis der molekularen und pathophysiologischen Mechanismen, die dabei eine Rolle spielen, ist jedoch nach wie vor begrenzt. Um den Herausforderungen bei der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Anwendung zu begegnen, stellt NEUROCURE eine innovative Forschungsagenda vor und bringt Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen zusammen, die das Potenzial haben, die translationale Neurowissenschaft zu revolutionieren. Das Ziel besteht darin, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Neurowissenschaft zu schließen und so die Entwicklung wirksamer Therapien und Diagnoseinstrumente zu fördern. Um dies zu erreichen, wird die Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung und Klinik gefördert und so der Austausch von Wissen und methodischer Expertise zwischen den Disziplinen erleichtert. Inhaltlich konzentriert sich NEUROCURE auf Projekte in drei Kernbereichen der neurowissenschaftlichen Forschung: Entwicklung des Nervensystems und Entwicklungsstörungen, Synapsen und neuronale Schaltkreise in Gesundheit und Krankheit sowie Alterungsprozesse und altersbedingte Erkrankungen. Hier ist das übergeordnete Ziel, die pathophysiologischen Mechanismen zu entschlüsseln, die neurologische und psychiatrische Störungen gemeinsam haben. Ergänzt werden die Forschungsschwerpunkte durch innovative digitale Ansätze und spezifische Module, die den Translationsprozess unterstützen: Das Neuroscience Clinical Research Center ermöglicht Forschenden den Zugang zu Patienten mit akuten und chronischen Hirnerkrankungen, SPARK beschleunigt und verbessert den Translationsprozess, während Value and Open Science die Robustheit und Vorhersagbarkeit unserer Forschung stärkt. Der Erfolg und die Nachhaltigkeit der Forschungsaktivitäten werden zudem durch strukturelle Maßnahmen unterstützt. Hierzu gehören ein strukturiertes Forschungsdatenmanagement, welches wissenschaftliche Ergebnisse zugänglich und transparent macht, die Karriereentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs, Initiativen die unser dynamisches Forschungsumfeld divers und inklusiv gestalten und Kommunikationsformate, die den Austausch mit der Gesellschaft und die Einbindung der Öffentlichkeit in den Forschungsprozess ermöglichen. Durch das herausragende Forschungsprogramm und die umfangreichen unterstützenden Maßnahmen wird NEUROCURE den Transfer von grundlagenwissenschaftlicher Erkenntnis in die klinische Praxis deutlich beschleunigen und den Standort Berlin im internationalen Vergleich an der Spitze der translationalen Neurowissenschaften positionieren. Die von uns entwickelten Strukturen werden eine weltweite Vorbildfunktion für die Konzeption wissenschaftlicher Zentren haben.
Projektleitung
01/2026
Dietmar Schmitz Prof. Dr.
- Charité – Universitätsmedizin Berlin
Beteiligte Personen
- Person
Prof. Dr. Marina Mikhaylova
- Institut für Biologie
- Optobiologie
- Person
Prof. Dr. Markus Schülke-Gerstenfeld
- Charité – Universitätsmedizin Berlin
- Person
Prof. Dr. Michael Brecht
- NeuroCure - neue Perspekt. i.d. Therapie neurolog. Erkrankungen
- Person
Prof. Dr. Matthew Larkum
- Institut für Biologie
- Neuronale Plastizität
- Person
Prof. Dr. rer. nat. Susanne Schreiber
- Institut für Biologie
- Theoretische Neurophysiologie
- Person
Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Hegemann
- Institut für Biologie
- Experimentelle Biophysik
Kooperationspartner*innen
- KooperationspartnerUniversitätDeutschland
Charité – Universitätsmedizin Berlin
- KooperationspartnerAußeruniversitäre ForschungseinrichtungDeutschland
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V.
- KooperationspartnerUniversitätDeutschland
Freie Universität Berlin
- KooperationspartnerAußeruniversitäre ForschungseinrichtungDeutschland
Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie
- KooperationspartnerAußeruniversitäre ForschungseinrichtungDeutschland
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
- KooperationspartnerAußeruniversitäre ForschungseinrichtungDeutschland
Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene