Exekutive Kontrolle von Sakkaden bei Schizophrenie-Patienten, Hirnverletzten und Gesunden I

Auf einen Blick

Laufzeit
11/2003  – 09/2006
Förderung durch

DFG Sachbeihilfe DFG Sachbeihilfe

Projektbeschreibung

<p>Exekutive Funktionen umfassen mehrere Komponenten, die zur flexiblen, situationsentsprechenden Steuerung von Verhalten beitragen. Ziel des Projekts ist die Identifikation von elementaren Kontrollmechanismen und deren Störungen bei Patienten mit Schizophrenie und bei Patienten mit fokalen Frontalhirnläsionen. Ein reliabler Indikator gestörter Kontrollmechanismen bei diesen Patientengruppen sind Reflexsakkaden in Augenbewegungs- und Fixationsaufgaben. Es wurde ein Modell entwickelt, das von einer Konkurrenz zwischen den reizgesteuerten Reflexsakkaden und der eigentlich in der Aufgabe geforderten Willkürhandlung ausgeht und auf dieser Basis die Defizite der genannten Patientengruppen erklärt. Es wird vermutet, dass die Initiierung der Willkürhandlung bei Patienten mit Schizophrenie gestört ist, so dass sich die reizgesteuerte Sakkade häufiger durchsetzen kann.</p>

<p>In dieser Förderperiode werden mehrere Experimente durchgeführt, um folgende zentrale Hypothesen zu testen:</p>
<p>1) Die Unterdrückung von Reflexsakkaden ist nur dann gestört, wenn die konkurrierende kognitive Aktivität beeinträchtigt ist.</p>
<p>2) Bei Schizophrenie-Patienten und Hirnverletzten sind diejenigen kognitiven Aktivitäten gestört, die ausschließlich auf internaler Aufgabenrepräsentation beruhen und nicht durch physische Stimuli getriggert werden.</p>

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Projektleitung

  • Person

    Prof. Dr. rer. nat. Norbert Kathmann

    • Klinische Psychologie