Exekutive Kontrolle von Sakkaden bei Schizophrenie-Patienten, Hirnverletzten und Gesunden II

Auf einen Blick

Laufzeit
12/2005  – 10/2008
Förderung durch

DFG Sachbeihilfe DFG Sachbeihilfe

Projektbeschreibung

<p>Exekutive Funktionen umfassen mehrere Komponenten, die zur flexiblen, situationsentsprechenden Steuerung von Verhalten beitragen. Ziel des Projekts ist die Identifikation von elementaren Kontrollmechanismen und deren Störungen bei Patienten mit Schizophrenie und bei Patienten mit fokalen Frontalhirnläsionen. Ein reliabler Indikator gestörter Kontrollmechanismen bei diesen Patientengruppen sind Reflexsakkaden in Augenbewegungs- und Fixationsaufgaben. Es wurde ein Modell entwickelt, das von einer Konkurrenz zwischen den reizgesteuerten Reflexsakkaden und der eigentlich in der Aufgabe geforderten Willkürhandlung ausgeht und auf dieser Basis die Defizite der genannten Patientengruppen erklärt. Es wird vermutet, dass die Initiierung der Willkürhandlung bei Patienten mit Schizophrenie gestört ist, so dass sich die reizgesteuerte Sakkade häufiger durchsetzen kann.</p>

<p>In dieser Förderperiode wird das Modell mit unterschiedlichen Methoden weiter überprüft und spezifiziert. Vorgesehen sind Verhaltensexperimente mit Patienten mit Schizophrenie und Patienten mit präfrontalen Läsionen, sowie Untersuchungen neuronaler Korrelate volitionaler und reflexiver Prozesse mit Hilfe der funktionalen Magnetresonanztomographie.</p>

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Projektleitung

  • Person

    Prof. Dr. rer. nat. Norbert Kathmann

    • Klinische Psychologie