FG 497: Strukturwandel und Transformation im Agrarbereich - Teilprojekt 7: Kommunikationsprozesse in der politischen Gestaltung von Agrarumweltprogrammen I
Auf einen Blick
DFG Forschungsgruppe
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Projektbeschreibung
<p>Teilprojekt 7 (Kommunikationsprozesse in der politischen Gestaltung von Agrarumweltprogrammen) zielt auf die Verbesserung von Effizienz und Effektivität in politischen Kommunikationsprozessen bei der Gestaltung von Strukturwandel und Transformation im Agrarbereich ab. Dies geschieht beispielhaft für die Agrarumweltprogramme im Land Sachsen-Anhalt und vorrangig im Hinblick auf die im Rahmen der Modulation auftretenden Problemfelder. Dabei geht das Teilprojekt von der Annahme aus, dass die Einsicht in die Notwendigkeit zur Verbesserung von Entscheidungs- und Handlungsabläufen bei den zentralen Akteuren gegeben ist. Grundhypothese ist, dass eine nachhaltige Verbesserung von Effizienz und Effektivität nur dann möglich ist, wenn die Maßnahmen einen möglichst hohen Grad an Akzeptanz bei unterschiedlichen Akteursgruppen finden. Akzeptanz wiederum setzt voraus, dass schon bei der Planung die Interessen der Nutzer bzw. Teilnehmer artikuliert werden und sinnvoll in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. An die Kommunikationsprozesse, welche nicht gradlinig, sondern iterativ verlaufen, sind hohe Ansprüche zu stellen. Die Gewährleistung von Transparenz ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Einer Erfüllung dieser Forschung stehen allerdings die bekannten Hindernisse traditioneller, bürokratischer Organisationen entgegen.</p>
<p>Die Entwicklung des in Teilprojekt 6 angesprochenen entscheidungstheoretischen Modells soll im Teilprojekt 7 begleitet werden durch eine grundlegende Erprobung ausgewählter qualitativer Instrumente, die es erlauben, zusätzliche entscheidungsrelevante Informationen zu sammeln, zu analysieren und in den Prozess einzuspeisen. Der Begriff "Informationen" ist dabei umfassend zu verstehen und beinhaltet Bereiche wie Akteurs- und Problemanalyse ebenso wie die Herstellung von Transparenz über Werte und Ziele, die den Entscheidungsprozess bestimmen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens ist die (begrenzte) Erhebung von Informationen lediglich Mittel zum Zweck der Methodenentwicklung. Eine weitergehende Aufgabe des Teilprojekts ist es, Instrumente zur Nutzung von Akteurs-Feedbacks zu erproben und zu operationalisieren. Aus der Forschungsarbeit des Fachgebiets hat sich dazu bereits eine breite Palette einsetzbarer Instrumente ergeben, die spezifisch auf ihre Verwendung für einen interaktiven Modellansatz im Politikbereich zu überprüfen und zu verändern ist.</p>
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. Dr. h.c. Uwe Jens Nagel
- Forschergruppen