FG 778: Zwischen Interferenz und Optimierung: Konflikte als Signale in kognitiven Systemen TP1: Neurokognition der Handlungsüberwachung: Funktionelle und räumliche Dissoziation von Komponenten des (gestörten) Monitorings richtiger und falscher Reaktionen

Auf einen Blick

Laufzeit
08/2009  – 08/2013
Förderung durch

DFG Forschungsgruppe DFG Forschungsgruppe

Projektbeschreibung

Handlungsüberwachung ist von fundamentaler Bedeutung für Konflikterkennung und Lernprozesse und damit eine Voraussetzung für Konfliktlösung und flexible Verhaltensanpassung. Das Projekt zielt darauf ab zu spezifizieren, welche unterschiedlichen Prozesse an der Überwachung von Fehlern und richtigen Reaktionen beteiligt sind. Diese Analysen werden auf behavioraler, elektrophysiologischer (ereigniskorrelierte Hirnpotentiale, EKPs) und BOLD-Kontrast-Ebene (funktionelle Magnetresonanztomographie, fMRT) durchgeführt. Zunächst werden relevante Befunde aus dem Bereich der psychophysiologischen Forschung zur Handlungsüberwachung vorgestellt. EKPs wurden insbesondere im Zusammenhang mit dem Auftreten von Reaktionsfehlern intensiv beforscht, es existieren aber weiterhin konkurrierende Erklärungsansätze zu deren Bedeutung. Von besonderer Relevanz für das Projekt ist, dass ähnliche hirnelektrische Antworten wiederholt auch nach korrekten Reaktionen beobachtet wurden, was die Frage der Spezifität der zugrunde liegenden Prozesse aufwirft. Generell kann gesagt werden, dass das Monitoring von korrekten Handlungen bisher kaum Berücksichtigung findet in den theoretischen Konzepten der Handlungsüberwachung. Von besonderem Interesse könnten Modelle der Handlungsüberwachung für die Erklärung psychopathologischer Phänomene, insbesondere bei Zwangsstörungen, sein, nachdem deutliche Auffälligkeiten der reaktionsbezogenen EKPs bei psychischen Störungen gefunden wurden.

Projektwebsite öffnen

Projektleitung

  • Person

    Dr. rer. nat. Tanja Endrass

    • Klinische Psychologie