Fotografie im Nationalsozialismus. Alltägliche Visualisierung von Vergemeinschaftungs- und Ausgrenzungspraktiken 1933-1945

Auf einen Blick

Laufzeit
11/2012  – 06/2015
Förderung durch

DFG Sachbeihilfe DFG Sachbeihilfe

Projektbeschreibung

In dem Forschungsprojekt sollen Fotografien, und zwar schwerpunktmäßig Alltagsfotografien, aus dem Deutschen Reich und aus den besetzten Gebieten auf die Visualisierung von Inklusions- und Exklusionspraktiken hin untersucht werden. Im Mittelpunkt steht die „Selbstaufnahme“ der „Volksgenossinnen“ und „Volksgenossen“ sowohl im Hinblick auf die Inszenierung und Performanz von Gemeinschaft als auch auf die Praktiken der Ausgrenzung, Gewalt und Stigmatisierung. Von besonderem Interesse sind dabei Bildserien, also z.B. Fotosammlungen aus einzelnen Orten über einen längeren Zeitraum hinweg (seit Ende der 1920er-Jahre bis in die frühe Nachkriegszeit) oder private Fotoalben. Aber auch Nachlässe von professionellen oder Amateur- und Hobby-Fotografen, die gewissermaßen als Bildchronisten für die Geschichte ihres Ortes, ihres Betriebes oder ihres Aufenthaltes in den besetzten Gebieten gewirkt haben, sollen ausgewertet werden, wobei es mehr um den zivilen Blick geht als um den vergleichsweise gut untersuchten Blick von SS- oder Wehrmachtssoldaten.

Projektleitung

  • Person

    Prof. Dr. Michael Wildt

    • Institut für Geschichtswissenschaften
    • Historische Diktaturforschung mit dem Schwerpunkt im Nationalsozialismus