Frauenagency in Transiträumen des Spätsozialismus: Geschlechterordnungen, Subjektivitäten und transnationale Verflechtungen im und jenseits des Ostblocks
Auf einen Blick
Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Geistes- und Sozialwissenschaften
Andere inländische Stiftungen
Projektbeschreibung
Das Ziel des Projektes besteht in der Durchführung einer internationalen Tagung, welche die Thematik der Geschlechterordnungen und Frauenagency im Spätsozialismus aus einer innovativen, transnationalen Perspektive beleuchtet und zur Diskussion stellt. Gegenstand der Untersuchung sind Übergangs- und Transiträume, in denen Frauen jenseits klassischer Rollen neue Handlungsstrategien entwickelten, institutionelle Strukturen kreativ nutzten oder außer Kraft setzten. So soll die Dynamik von Agency in verschiedenen Kontexten beleuchtet werden. Dazu zählen Zwangssituationen, biopolitische Aushandlungen, Wissensproduktion und transnationale Netzwerke im Ostblock. Das Konzept der Liminalität ermöglicht dabei einen neuen Zugang zur Erfassung unerwarteter Handlungsspielräume, fluider Subjektivitäten und Selbstnarrative. Ein Vergleich aller Länder des Ostblocks sowie ihrer Verflechtungen untereinander und mit dem globalen Süden unterstreicht die grenzüberschreitende Ausrichtung. Archiv- und Museumsquellen, visuelle Materialien, Oral History und Ego-Dokumente stehen gleichrangig neben interdisziplinären Innovationen. So soll nicht nur die wissenschaftliche Debatte vorangebracht, sondern auch die bislang zersplitterte Forschungslandschaft konzeptionell und transnational verbunden werden. Neben Panels ist eine Podiumsdiskussion zu Praktiken der Selbstnarrativierung sowie eine Podcast-Reihe geplant, die eine breite Öffentlichkeit ansprechen und so Brücken zwischen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten schlagen soll.
Ziele für nachhaltige Entwicklung (Vereinte Nationen)
Beteiligte Einrichtungen
Institut für Geschichtswissenschaften
Anschrift
Instituts- und Verwaltungsgebäude, Friedrichstraße 191-193, 10117 Berlin