Furchungsmuster und Gastrulation als komplexe Merkmale für die Rekonstruktion der Metazoenphylogenie: Die frühe Entwicklung von Phoronida und Rotatoria und ihre Beziehung zur Spiralfurchung

Auf einen Blick

Laufzeit
12/2007  – 05/2011
Förderung durch

DFG Sachbeihilfe DFG Sachbeihilfe

Projektbeschreibung

Die Analyse früher ontogenetischer Stadien kann zur Lösung der Frage beitragen, ob die Taxa der Tentaculaten (Phoronida, Brachiopoda, Bryozoa) näher mit den Deuterostomia (Radialia-Hypothese) oder den Spiralia (Lophotrochozoa-Hypothese) verwandt sind. Ein ähnliches Problem tritt bei den Rotatorien auf, die zusammen mit den Acanthocephala entweder den Nemathelminthen oder verschiedenen Gruppen der Spiralia oder Lophotrochozoa zugeordnet werden. Die Lophotrochozoa -Hypothese impliziert, dass die Furchung der Tentaculaten und der Rotatorien von der Spiralfurchung abgeleitet werden muss. Bei vielen Tentaculaten und den Rädertierchen ist unsere Kenntnis über den genauen Verlauf von Furchung und Gastrulation lückenhaft. Um diese Lücken zu füllen, untersuchen wir die frühen Furchungsmuster, die Zellgenealogien, Zellschicksale und die Gastrulation bei Phoronida als Vertreter der Tentaculaten und bei Rotatorien mittels verschiedener Methoden (von der Histologie bis zur 4D-Mikroskopie). Insbesondere soll geklärt werden, ob bei den Phoronida und den Rotatoria eine Spiralfurchung oder Anklänge daran vorliegen. Um alternative Verwandtschaftshypothesen zu testen, vergleichen wir auf der anderen Seite unsere Ergebnisse mit publizierten Daten anderer Taxa.

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Projektleitung

  • Person

    Prof. Dr. rer. nat. Gerhard Scholtz

    • Vergleichende Zoologie