Globalisierung im östlichen Mittelmeerraum. Der Tell Keisan zwischen Israel, Phönizien und Ägypten

Auf einen Blick

Laufzeit
09/2021  – 12/2025
DFG-Fachsystematik

Evangelische Theologie

Förderung durch

Stiftung Humboldt-Universität

Projektbeschreibung

Globalisierung ist kein Phänomen der Neuzeit, sondern fand schon in der alten Welt statt. Durch die Phönizier kam es im 1. Jahrtausend v. Chr. zu einer Ausweitung der Handelsräume und einem umfassenden Kulturaustausch zwischen dem östlichen Mittelmeerraum einschließlich Ägypten und weiter entfernten Gebieten bis zum heutigen Spanien. Eine zentrale Frage in der heutigen Diskussion zur Archäologie des alten Israel ist, welchen Anteil das Königreich Israel an diesem Kulturaustausch hatte. Jüngere Ausgrabungen sprechen dafür, dass insbesondere die Jesreelebene als "Kornkammer Israels" eine wichtige Bedeutung hatte: Sie ermöglichte es den Königen von Israel, am internationalen Handel teilzunehmen. Wie aber war das Verhältnis zwischen den Phöniziern in der Küstenebene und dem Königreich Israel im Landesinneren? Die Ausgrabung auf dem Tell Keisan ("Tell" = Ruinenhügel) will die Frage nach den wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen der phönizisch kontrollierten Küstenebene und den Königen von Israel beantworten: Die antike Siedlung auf dem Tell Keisan belegt kulturelle Kontakte nach beiden Seiten hin, in den Mittelmeerraum einschließlich Ägypten und ins Herrschaftsgebiet der Könige Israels im Landesinneren.

Projektleitung

  • Person

    Prof. Dr. Dr. Bernd U. Schipper

    • Theologische Fakultät
    • Geschichte Israels in der Altorientalischen Welt