Implizite und explizite Soziosexualität
Auf einen Blick
DFG Sachbeihilfe
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Projektbeschreibung
<p>Neben einer Weiterentwicklung von Verfahren zur Erfassung impliziter Soziosexualität (vgl. Penke, Eichstaedt & Asendorpf, 2006) soll in diesem Forschungsprojekt die prädiktive Validität impliziter und expliziter Soziosexualität im Kontext von Quickdating (Speeddating) untersucht werden.</p>
<p>Beim Quickdating handelt es sich um einen aktuellen Trend der Partnersuche. Hierbei treffen sich etwa 12 Männer und 12 Frauen ähnlichen Alters und unterhalten sich jeweils 3 Minuten mit jedem Teilnehmer des anderen Geschlechts. Danach gibt jeder verdeckt auf einer Karte an, ob Interesse an einem erneuten Treffen besteht. Bei wechselseitigem Interesse werden nach der Veranstaltung die Kontaktadressen übermittelt. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden von Juli - Dezember 2006 Quickdating-Veranstaltungen mit 383 Singles aus der Allgemeinbevölkerung im Alter von 18 - 54 Jahren unter standardisierten Bedingungen durchgeführt, wobei alle Interaktionen videografiert wurden.</p>
<p>Zusätzlich zu Maßen impliziter und expliziter Soziosexualität wurden Steroidhormone im Speichel, verschiedene Aspekte der physischen Attraktivität, Persönlichkeitsmaße und bisherige Beziehungserfahrungen als Prädiktoren des videografierten Flirtverhaltens während der Gespräche, der Partnerwahlen und der in zwei Follow-up Studien erhobenen Paarbildungen erhoben. Das Design erlaubt dabei eine Analyse nach dem Social Relations Model von Kenny, bei der Akteur-, Partner- und Beziehungseffekte der verschiedenen Dyaden getrennt werden können.</p>
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. phil. habil. Jens B. Asendorpf
- Persönlichkeitspsychologie