Inside and Outside Southeastern Europe

Auf einen Blick

Laufzeit
01/2015  – 08/2015
Förderung durch

DAAD

Projektbeschreibung

Südosteuropa als Region ist durch vielfältige Umbrüche, Verflechtungen und Transfers geprägt. Sowohl in synchroner als auch diachroner Perspektive lassen sich die gegenseitigen Einflussnahmen, gemeinsamen Erfahrungswelten und gesellschaftlichen Entwicklungsprozesse in diesen Gebiet beobachten. Hierbei nimmt die aktuelle Wirtschaftskrise, die insbesondere Griechenland stark getroffen hat, eine herausragende Rolle ein, sind ihre Auswirkungen doch aufgrund des griechischen Engagements in den Nachbarländern regionalweit zu spüren. Südosteuropa bildet wiederum den gemeinsamen Forschungsgegenstand des Lehrstuhls für Südosteuropäische Geschichte der Humboldt-Universität zu Berlin und des Department of Balkan, Slavic and Oriental Studies der Universität Makedonien in Thessaloniki, der im Zentrum des zweitägigen Workshops "Inside and Outside Southeastern Europe: Perspectives from Greece and Germany on the Region" stehen soll. Getragen wird diese Veranstaltung von der Intention, DoktorandInnen aus Deutschland und Griechenland die Möglichkeit zu geben, anhand des gemeinsamen Forschungsgegenstandes ihre Arbeiten zu aktuellen und historischen Umbrüchen, Verflechtungen und Transfers in der Region vorzustellen und mit einem Fachkolleg zu diskutieren. Die vom 21. bis 22. Januar 2015 in Berlin zusammenkommenden NachwuchswissenschaftlerInnen und etablierten HochschuldozentInnen werden sich dabei zum einen mit inhaltlichen und themenfokussierten Fragen aus dem Bereich der Südosteuropaforschung auseinandersetzen, um aktuelle Tendenzen, konzeptionelle Zugriffe und methodische Herangehensweisen auszuloten. Ziel ist es, über den Blick von innen und von außen auf die Region sowohl neue Perspektiven auf etablierte Forschungsfelder zu erhalten als auch gemeinsame Interessengebiete auszumachen, die innovative Ansätze und Fragestellungen für Kooperationen zwischen griechischen und deutschen WissenschaftlerInnen eröffnen. Zum anderen gilt es, die Herausforderungen und Perspektiven des gemeinsamen Faches zu diskutieren. Angesichts der aktuellen Einsparungen und Umstrukturierungen in der griechischen Hochschullandschaft ist dieses Thema von besonderer Brisanz. Umso wichtiger erscheint es, sich über die Erfahrungen und Ausrichtungen der Südosteuropaforschung im jeweiligen lokalen Kontext auszutauschen. Die im deutschen Wissenschaftsdiskurs seit längerem geführten Auseinandersetzungen über die Verortung und Ausgestaltung der Regionalstudien bzw. Area Studies versprechen in diesem Rahmen wertvolle Impulse, Anknüpfungspunkte und Herangehensweisen für die Diskussionen im griechischen Universitätswesen.

Projektleitung

  • Person

    Prof. Dr. Hannes Grandits

    • Institut für Geschichtswissenschaften
    • Südosteuropäische Geschichte