Ländlichen Strukturwandel in Afrika sozial und ökologisch nachhaltig gestalten

Auf einen Blick

Laufzeit
12/2014  – 12/2017
Förderung durch

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Projektbeschreibung

In diesem Projekt wurden Strategien, Instrumente und Maßnahmen definiert, die dazu geeignet sind, den Strukturwandel in ländlichen Räumen Afrikas sozial inklusiver und ökologisch nachhaltiger zu gestalten.
Ländlicher Strukturwandel wird durch ein Set von Kriterien, wie landwirtschaftliche Produktivität, Veränderung der Betriebsgrößen, Lebenshaltungssysteme und Werte, Klimawandel und Degradierung der Naturressourcen, demographischer Wandel u.a., beschrieben und durch eine Vielzahl von Faktoren, wie globale und nationale Markt- und Naturressourcenbedingungen, Arbeitsplätze und Industrialisierung, nationale Politik oder lokale Handlungskapazitäten sowie ihren Veränderungen beeinflusst. Es handelt sich daher um einen sehr weiten Begriff, der als Ergebnis des Zusammenwirkens von Struktur, Handeln und Zeitverlauf verstanden werden kann.
Hinsichtlich der ökologisch nachhaltigen und sozial inklusiven Gestaltung dieses Strukturwandels ist die Beantwortung der Frage zentral, wie natürliche Ressourcen (Boden, Wasser, Weide, Wald) unter den Bedingungen des Strukturwandels sparsam und effizient so genutzt werden können, dass dies ökologisch nachhaltig ist. Ebenso müssen die gleichen Maßnahmen und Strategien es auch den armen Gruppen ermöglichen, zu denen rund 80% der kleinbäuerlichen Betriebe Afrikas gehören, davon zu profitieren. Es geht hierbei um die Senkung von Eintrittsbarrieren in innovative Regime oder Wertschöpfungsketten sowie um (politische) Teilhabe an Entwicklung und somit darum, Fortschritte möglichst breitenwirksam zu gestalten.
Ziel ist es demnach, dem Strukturwandelslogan "wachse oder weiche", so wie er auch für Europa bis heute Realität ist, innovative Ansätze entgegenzusetzen, die es auch kleinen und bisher einkommensschwachen Betrieben ermöglicht, als Landwirte zu überleben (soziale Inklusion). Mindestens aber muss die Geschwindigkeit des Strukturwandels der Wandlungsfähigkeit der Menschen und ihren wirtschaftlichen Chancen angepasst werden, ansonsten kommt es zu sozialen Desastern in grenzenlos wachsenden Städten.
Gleichermaßen ist es Ziel, in ländlichen Räumen innerhalb und außerhalb der Landwirtschaft die Naturressourcen Boden, Wasser und Wald zu erhalten und sie nicht einem kurzfristigen Gewinnstreben preiszugeben, bei dem die Übernutzungsanreize einer nachhaltigen Bewirtschaftung entgegenstehen.

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Projektleitung

  • Person

    Dr. rer. agr. Susanne Neubert

    • Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften
    • Seminar für Ländliche Entwicklung