Leben, Überleben und Sterben in Berlin. Westeuropäische ZwangsarbeiterInnen in Berlin, 1938-1945
Auf einen Blick
Projektbeschreibung
Berlin war ein wichtiger Standort der Kriegswirtschaft des „Dritten Reiches“. Die in Berlin
angesiedelte elektrotechnische Industrie, die Maschinenbauindustrie und andere Industriezweige waren hoch spezialisiert. Dementsprechend hoch war auch der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften, die die zur Wehrmacht eingezogenen Arbeitskräfte ersetzen und die Kriegsproduktion der Berliner Wirtschaft sichern sollten. Dies führte dazu, dass in der Berliner Industrie ein im Vergleich zum übrigen Reich proportional höherer Anteil von Arbeiterinnen und Arbeitern aus Westeuropa zwangseingesetzt bzw. beschäftigt war.
Die folgenden thematischen Achsen sollen bearbeitet werden:
- Wer und woher? Zwangsarbeiterinnen aus Belgien und Frankreich in der Berliner Industrie und im Berliner Dienstleistungsbereich im Spiegel Berliner Strafjustizakten, 1939-1945;
- Konflikte, Kriminalität und Kontrolle - Repressionen und Sanktionen gegenüber ZwangsarbeiterInnen aus Westeuropa;
- ZwangsarbeiterInnen und Alltag in der Metropole Berlin - Aneignungen in Kriegszeiten und unter den Bedingungen des nationalsozialistischen Terrorregimes.
Die Hauptarbeit des Projektes wird darin bestehen, persönliche Daten westeuropäischer ZwangsarbeiterInnen (Belgierinnen, Franzosen/Französinnen) aus Akten der Berliner Strafjustiz (allgemeine Strafgerichtsbarkeit//Staatsanwaltschaft, Sondergericht) zu erfassen.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. Michael Wildt
- Institut für Geschichtswissenschaften
- Historische Diktaturforschung mit dem Schwerpunkt im Nationalsozialismus