Lochinjektionsbarrieren an Grenzschichten zwischen leitfähigen und elektrolumineszenten Polymeren

Auf einen Blick

Laufzeit
08/2009  – 07/2012
DFG-Fachsystematik

Experimentelle Physik der kondensierten Materie

Förderung durch

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Projektbeschreibung

Die elektronische Struktur von Grenzflächen in OLEDs bestimmt weitgehend deren Funktionsweise und die erzielbare Effizienz. Beispielsweise sollen die Injektionsbarrieren für Ladungsträger an der Anode und Kathode minimal sein, und die Energieniveaus von Triplett-Emittern müssen denen der Matrix angepasst sein. Nur die genaue Kenntnis der relativen Lage aller Energieniveaus innerhalb einer OLED-Struktur erlaubt es, die Zusammenhänge von Materialeigenschaften und OLED-Effizienz verlässlich zu etablieren. Dies schafft langfristig die Möglichkeit, eine wissensbasierte Strategie zur Verbesserung neuer Materialien zu definieren.
Mittlerweile ist es erwiesen, dass separat - am Einzelmaterial - bestimmte Werte für die Ionisationsenergie,
Elektronenaffinität, oder Austrittsarbeit keine verlässliche Relevanz für die tatsächliche elektronische Struktur an Grenzflächen haben. Durch das Auftreten von Grenzflächendipolen, deren genaue Ursachen noch Thema von vielen grundlegenden Forschungsunternehmungen sind, ist die elektronische Struktur an den meisten Grenzflächen nicht durch das Schottky-Mott-Limit abschätzbar, und diese muss somit experimentell für jeden Einzellfall bestimmt werden. Zusätzlich können Energieniveaus an Grenzflächen noch von der Morphologie der organischen Schichten abhängen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Zusammenhänge zwischen der elektronischen Struktur von OLED-Grenzflächen und der Effizienz von OLEDs in eindeutiger Form aufzuklären.