Mechanismen der Informationsreduktion beim kognitiven Fertigkeitserwerb
Auf einen Blick
DFG Sachbeihilfe
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Projektbeschreibung
<p>Ausgangspunkt des Forschungsvorhabens bilden zwei empirische Befunde zur Informationsreduktion beim kognitiven Fertigkeitserwerb:<br>
(1) Menschen lernen im Verlauf eines Trainings, ihre Aufgabenbearbeitung auf die relevante Information zu begrenzen; und<br>
(2) das Ausmaß dieser Informationsreduktion lässt sich durch Geschwindigkeits- und Genauigkeits-Instruktionen beeinflussen.<br>
Beide Befunde können bislang nicht überzeugend erklärt werden, da sich vor dem Hintergrund aktueller Forschungsbefunde zwei Theorieklassen zur Erklärung anbieten: Theorieklassen, die allein von datengetriebenen Lernmechanismen ausgehen und solche, die eine Interaktion zwischen datengetriebenen und top-down aktivierten Kontrollprozessen annehmen.</p>
<p>Übergreifendes Ziel des Forschungsvorhabens ist es, zwei Fragen nachzugehen:<br>
(1) Ob, und wenn ja wie beeinflussen top-down aktivierte Kontrollprozesse die Informationsreduktion?<br>
(2) Wie üben Geschwindigkeits-Genauigkeits-Instruktionen ihren Einfluss auf Informationsreduktion aus?<br>
Die Beantwortung dieser Fragen liefert direkte Hinweise auf Charakteristika menschlicher Lernvorgänge. Befunde über ein Zusammenspiel von datengetriebenen Lernmechanismen und top-down aktivierten Kontrollprozessen tragen zudem zur Aufklärung der Rolle von Kontrollprozessen als Steuerungsmechanismus kognitiver Prozesse bei. Die anvisierten Forschungsfragen sind praxisrelevant, da Informationsreduktion auch außerhalb des Labors bedeutsam ist.</p>
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. Peter Frensch
- Allgemeine Psychologie