Museumsstudien in Norwegen für eine chronologische Auswertung der Frauengräber des 8. und des 9. Jahrhunderts
Auf einen Blick
DFG Sachbeihilfe
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Projektbeschreibung
Seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden eine Reihe von Rückdatierungen der Chronologie Nordeuropas des 6.; 7.; 8.; und 9. Jahrhunderts publiziert. Diese Rückdatierungen basieren auf der Annahme, dass ähnliche Artefakte auf dem Kontinent und in Nordeuropa gleich alt sind. Es wird also argumentiert, dass der Innovationsverlauf sehr schnell gewesen ist. Eine Reihe von Materialstudien und Münzdatierungen lieferten in letzter Zeit Argumente gegen diese Annahme. Weitere schwerwiegende Daten wurden in den 90er Jahren mit Holzringdatierungen einer Stratigraphie in Ribe (SW Dänemark) gewonnen. Die relevanten Artefakte gehören vor allem dem Kreis der Frauenattribute an und besonders wichtig ist das norwegische Material der vielen Inhumationsbestattungen mit reichlichen Beigaben. Diese Grabkomplexe wurden niemals in ihren Einzelheiten dokumentiert. Die letzte Bearbeitung datiert 1934. Dieses Material trifft wichtige Aussagen über die Verhältnisse in ganz Nordeuropa. Nicht nur die relative und vor allem die absolute Chronologie muss neu eingeschätzt werden, sondern auch die Kulturbeziehungen zwischen Nordeuropa und Westeuropa.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. phil. Johan Callmer
- Institut für Geschichtswissenschaften