"Nicht alle Weißen sind schlecht" Eine dekoloniale Analyse des westlichen ethnizistischen Diskurses über Ruanda von der deutschen Kolonialherrschaft bis zur Verwicklung Belgiens und Frankreichs in den Völkermord an den Tutsi

Auf einen Blick

Laufzeit
04/2022  – 03/2026
DFG-Fachsystematik

Afrika-, Amerika- und Ozeanienbezogene Wissenschaften

Geschichtswissenschaften

Förderung durch

DAAD Betreuungskostenzuschuss / Sachmittelzuschuss

Projektbeschreibung

Mein Fach ist Afrikanistik; die Fächergruppe ist Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Mein Forschungsprojekt wird sich auf eine dekoloniale Analyse des westlichen ethnizistischen Diskurses über Ruanda von der deutschen Kolonialherrschaft bis zur Beteiligung Belgiens und Frankreichs am Völkermord an den Tutsi konzentrieren. Ich werde die Merkmale des Ethnizitätsdiskurses anhand einer detaillierten Typologie identifizieren, die noch nirgendwo sonst systematisch erstellt wurde.
Anschließend werden wir untersuchen, welchen politischen (und oft kriminellen) Gebrauch die europäischen Mächte und ihre lokalen Partner von diesem ethnizistischen Diskurs gemacht haben, und aus Gründen der Verständlichkeit den historischen Kontext beleuchten, auf den der rassistische und ethnische Diskurs angewendet wurde. Ein kritischer Überblick über die Wissensproduktion zu Ruanda, die von der westlichen Wissenschaft, den Mainstream-Medien und den Aktivisten, die immer noch dem Ethnizitätsdiskurs anhängen, dominiert wird, wird Gegenstand eines letzten Kapitels sein.

Projektleitung

  • Person

    Prof. Dr. phil. Andreas Eckert

    • Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät
    • Institut für Asien- und Afrikawissenschaften