NW: Migration und Sozialstaat – Wanderungsmodelle, fiskalische Effekte, Akzeptanz und institutionelle Anpassungsfähigkeit

Auf einen Blick

Laufzeit
07/2019  – 08/2024
Förderung durch

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Projektbeschreibung

Die Migration stellt die Sozialstaaten in Deutschland und Europa vor große Herausforderungen. Einerseits ist sie eine große Chance, die Kosten des demographischen Wandels für den Sozialstaat abzumildern und so Verteilungskonflikte zu entschärfen. Andererseits kann Migration bei einer unvollkommenen Integration der Migrant*innen in den Arbeitsmarkt auch zu Wohlfahrtsverlusten führen. Außerdem beeinflussen sozialstaatliche Regelungen selbst Umfang und Struktur der Migration und damit ihre Folgen für Wirtschaft und öffentliche Finanzen. Schließlich hängt die Akzeptanz der Migration wesentlich von den sozialstaatlichen Transfers an die Einwanderer ab. Eine umfassende Analyse der Wechselwirkungen zwischen Migration und der Leistungsfähigkeit moderner Sozialstaaten steht jedoch noch aus.
Vor diesem Hintergrund verfolgt das Forschungsvorhaben folgende Fragen: (1) Welche Auswirkungen hat die Migration auf die fiskalische Bilanz des Sozialstaates, unter verschiedenen Annahmen über Umfang und Struktur der Migration sowie sozialstaatlicher Regelungen? (2) Wie wirken sich verschiedene sozialstaatliche Regelungen auf Umfang und Struktur der Migration aus? (3) Welche Folgen haben die Beiträge von Migrant*innen zur fiskalischen Bilanz des Sozialstaats und sozialstaatliche Transfers an Einwanderer für die Akzeptanz und Legitimation der Migration? (4) Wie anpassungsfähig sind verschiedene Sozialstaats- und Migrationsregime in Hinblick auf die Migration?

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Projektleitung

  • Person

    Dr. Tim Müller

    • Institut für Sozialwissenschaften