Preussische Stadtbaukunst in Polen und Deutschland (Veranstaltung: 03.-05.06-2011, Berlin)
Auf einen Blick
Projektbeschreibung
Auf der Konferenz treffen sich Historiker, Kunsthistoriker, Stadtplaner und Stadtsoziologen aus Polen, Deutschland und anderen Ländern zu einem interdisziplinären Austausch über die preußische Stadtbaukunst in Polen und Deutschland. Da diese ein gemeinsames Erbe Polens und Deutschlands ist, kann auch ihre bisher fehlende wissenschaftliche Aufarbeitung und Einordnung nur im gemeinsamen Zugang erfolgen.
Preußische Stadtbaukunst bezeichnet ein städtebauliches Modernisierungsprojekt des 18. Jahrhunderts, dessen Instrumente der Wiederaufbau (Retablissement) und die Neugründung und Erweiterung (Etablissement) von Städten waren. Im vormodernen Europa ist es hinsichtlich seines Umfanges, der Kontinuität und Systematik seiner Umsetzung und der Charakteristik seiner Stadträume einzigartig. Die Stadtlandschaft großer Teile Polens und Deutschlands, die ehemaligen preußischen Provinzen Kurmark Brandenburg; Schlesien; Süd-, Neuostpreußen und Westpreußen, ist bis heute stark von diesem Stadtumbau geprägt. Neuere Forschungsarbeiten (Reinisch 2001; Baier 2006; Zuchowski 2008; Drejer 2009) dokumentieren den Umfang und die Bedeutung der erhaltenen Bestände an Städten, Häusern, Plänen und Akten. Diese gilt es einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln und in die aktuellen Diskussionen der Denkmalpflege, der strukturellen und kulturellen Notwendigkeit historischer Stadtkerne, der Revitalisierung von Städten, der Stadtschrumpfung und der modernen Architekturentwicklung einzubringen.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. sc. phil. Ulrich Reinisch
- Geschichte des Städtebaus und Architektur