Research Fellow Prof. Dr. Andreas Eckert
Auf einen Blick
Geschichtswissenschaften
ESB: Sonstige Förderlinien

Projektbeschreibung
Das vorgeschlagene Projekt betrifft eine umfassende historische Untersuchung der Arbeit in Afrika seit 1945. Es geht von der Beobachtung aus, dass die "Arbeitsfrage", die seit den 1980er Jahren praktisch aus den Afrikastudien verschwunden war, ein Comeback erlebt. Das derzeitige Wiederaufleben des Themas ist mit einem tiefgreifenden Interesse an informeller und prekärer Arbeit verbunden und geht Hand in Hand mit der Hinterfragung einer Vielzahl von Arbeitsformen: von Frauen, die im Haushalt arbeiten bis hin zu den Aktivitäten von Schmugglern. Das Hauptanliegen der geplanten Monographie, die den Kern des Projekts bildet, besteht darin, in einer Langzeitperspektive die wichtigsten Transformationen und die Vielfalt der Erfahrungen mit Arbeit und Arbeitsbeziehungen auf dem Kontinent zu analysieren. Das Projekt analysiert Möglichkeiten, die sich eröffneten und schlossen, verweist auf erzwungene und widerstandene Ausbeutung und konzeptualisiert die letzten 80 Jahre Arbeitsgeschichte in Afrika als eine Zeit individueller und kollektiver Kämpfe in einer weitgehend von Ungleichheit geprägten Welt. Es setzt sich kritisch mit Schlüsselbegriffen wie Proletarisierung und Informalität und mit globalgeschichtlichen Perspektiven auseinander, um dem Verhältnis verschiedener, sich zeitlich überschneidender Arbeitsformen gerecht zu werden.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. phil. Andreas Eckert
- Institut für Asien- und Afrikawissenschaften
- Geschichte Afrikas