SFB 1315/1: Neuronale Grundlagen der systemischen Gedächtniskonsolidierung (TP B01)
Auf einen Blick
Experimentelle und theoretische Netzwerk-Neurowissenschaften
DFG Sonderforschungsbereich
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Projektbeschreibung
Der Hippocampus spielt eine zentrale Rolle bei der Speicherung und Konsolidierung von expliziten Gedächtnisinhalten. Interessanterweise verringert sich diese Abhängigkeit des deklarativen Gedächtnisses vom Hippocampus im Laufe von Wochen und Jahren, bis Erinnerungen schließlich auch unabhängig vom Hippocampus abgerufen werden können. Diese Eigenschaft hat die Theorie der systemischen Konsolidierung inspiriert, die besagt, dass der Hippocampus eine Umverteilung von Engrammen vom Hippocampus hin zum Neokortex steuert. Obwohl diese Umverteilung vermutlich charakteristische Aktivitätsmuster im Hippocampus erfordert, die während Ruhe- und/oder Schlafphasen jüngste Engramme wiederholt abrufen, sind die zugrundeliegenden Plastizitäts- und Netzwerk-Mechanismen unklar. Das Ziel dieses Projektes ist es, potentielle neuronale Mechanismen herauszuarbeiten und in Simulationen zu testen, die die biologische Grundlage von systemischer Konsolidierung darstellen könnten.
Projektleitung
07/2018 - 06/2022
Prof. Dr. Richard Kempter
- Institut für Biologie
- Theorie neuronaler Systeme