SFB 644 I-II: Bios und Techne - Transformation antiker Wissensformen: Enzyklopädie, Bild, Begriff (Teilprojekt A 5)
Auf einen Blick
DFG Sonderforschungsbereich
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Projektbeschreibung
Zwischen der ersten Konjunktur von Technik-Büchern um 1550 und der finiten Theorie der Mechanik bei Newton fand eine meist allzu teleologisch konstruierte epistemologische Umstellung der Konzepte von Bewegung, Körper und Kraft statt, welche weitreichende sowohl wissenschafts- wie sozialhistorische Folgen hatte. Dabei veränderte sich auch die Semantik von artes mechanicae, von machina, inventio u.a. (Popplow 1998, Meißner 1999). In diesem Wandel spielten die teils bekämpften (aristotelischen), teils neuentdeckten (atomistischen) antiken Bewegungslehren eine konstitutive Rolle. Durch die Überführung der Kinetik in eine Dynamik mithilfe eines physikalischen Kraftbegriffs gelang erst die sog. "Mechanisierung des Weltbildes" (Maier 1938, Dijksterhuis 1956, M. Wolff 1978). Dieses 'klassische' Feld der Physik-Geschichte ist für die Konzeptgeschichte, nicht aber für deren instrumentelle und technische Voraussetzungen gut erforscht.
Projektleitung
- Person
Prof.i.R.Dr. phil. Hartmut Böhme
- Sonderforschungsbereich 644 'Transformationen der Antike'