„SimLivA II - Simulationsgestützte Leberbewertungfür Spenderorgane II -- Kontinuumsbiomechanische Modellierung zur Beurteilung von Ischämie-Reperfusionsschäden bei Lebertransplantation und Maschinenperfusion“

Auf einen Blick

Laufzeit
10/2025  – 12/2028
DFG-Fachsystematik

Bioinformatik und Theoretische Biologie

Förderung durch

DFG Sachbeihilfe DFG Sachbeihilfe

Projektbeschreibung

Hintergrund: Die Lebertransplantation (LTx) ist die einzige kurative Behandlungsoption für akute und chronische Lebererkrankungen im Endstadium. Der demografische Wandel und der westliche Lebensstil führen zu einer steigenden Rate älterer, multimorbider potenzieller Empfänger und Spender. Diese Spenderorgane, sogenannte marginale Organe, sind häufig von einer Leberzellverfettung betroffen, die die Qualität des Spenderorgans erheblich beeinträchtigt. Grund dafür ist die Veränderung der Gewebestruktur, die zu einer Beeinträchtigung der Perfusion führt, was wiederum den hepatischen Stoffwechsel und die Organfunktion beeinflusst. Der Transplantationschirurg steht vor der klinischen Entscheidung, das Organ zu akzeptieren oder abzulehnen. Abhängig von dieser Entscheidung ist das postoperative Risiko für den Empfänger bzw. das Risiko, auf der Warteliste zu versterben, deutlich erhöht. Die zwei wichtigsten kritischen Faktoren sind das Ausmaß der Verfettung und die Dauer der kalten Ischämie. Beide wirken sich auf den Schweregrad des Ischämie-Reperfusionsschaden aus. Die Maschinenperfusion stellt aktuell den vielversprechendsten Ansatz zur Lösung dieses Problems dar. Ziel: In unserem gemeinsam im Co-Design konzipierten, interdisziplinären Projekt "Simulationsgestützte Bewertung von Spenderorganen vor Lebertransplantation (SimLivA 2)" wird der Einfluss von verschiedenen Maschinenperfusionsmethoden auf die Qualität des Organs mathematisch modelliert.

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