Sozialen Zusammenhalt (neu)verhandeln - Religion und Gemeinschaft in der Antike (800 v. Chr. - 400 n. Chr.)
Auf einen Blick
Religionswissenschaft und Judaistik
Alte Geschichte
Einstein Visiting Fellow

Projektbeschreibung
Das Projekt "(Re)Negotiating Social Cohesion - Religion and Community in Antiquity (800 BCE-400 CE)" erforscht die ambivalente Rolle der Religion für den sozialen Zusammenhalt in der griechisch-römischen Antike: Einerseits kann Religion die soziale Integration fördern, indem sie gemeinsame Werte und Überzeugungen vermittelt, die den individuellen Lebensstil beeinflussen und die gruppenbezogene Integration erleichtern. Auf der anderen Seite birgt Religion auch die Gefahr von Spaltung und Konflikten in verschiedenen Bereichen. Das Projekt untersucht die Bedeutung von Religion für den sozialen Zusammenhalt in antiken Gesellschaften durch eine vergleichende Analyse. Dabei werden verschiedene historische Epochen und Gemeinschaften untersucht, wie z.B. die Römische Republik, griechische Stadtstaaten und von politischen Umwälzungen geprägte Gemeinschaften und religiöse Vielfalt in der Spätantike. Das vorgeschlagene Forschungsprojekt umfasst mehrere Teilprojekte, die sich mit unterschiedlichen Aspekten und Epochen befassen, von demokratischen Prozessen im antiken Athen bis hin zu religiösen Konflikten und sozialem Zusammenhalt in spätantiken Städten. Das Projekt setzt diskursive Ansätze ein, um die Wechselwirkungen zwischen strukturellen Bedingungen und Akteuren detailliert zu untersuchen, und ist nicht nur für die historische Forschung von Bedeutung, sondern auch für aktuelle Debatten über die gesellschaftliche Relevanz von Religion. Die Erforschung antiker Gesellschaften bietet Einblicke in Mechanismen sozialer Integration und Spaltung, die auch für das Verständnis moderner Gesellschaften relevant sind. Die Interdisziplinarität des Projekts ist zudem von großer Bedeutung.
Beteiligte Einrichtungen
Institut für Geschichtswissenschaften
Anschrift
Institutsgebäude, Friedrichstraße 191, 10117 Berlin