Sozialpolitische Dimensionen der Klimaanpassung

Auf einen Blick

Laufzeit
07/2026  – 12/2030
DFG-Fachsystematik

Politikwissenschaft

Förderung durch

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Projektbeschreibung

Die Projektgruppe untersucht die bislang vernachlässigte Rolle von Sozialpolitik im
Kontext der Klimaanpassung: Sozialstaatliche Institutionen reagieren nicht nur auf
neue klimabedingte Belastungen, sondern prägen selbst gesellschaftliche
Resilienzprozesse. Die Gruppe arbeitet heraus, wie sozialpolitische Instrumente,
Rechte und Institutionen klimainduzierte Ungleichheiten beeinflussen, Anpassung
legitimieren oder neue Konflikte erzeugen. Theoretisch knüpft die Gruppe an die
Debatte um soziale Risiken dritter Generation an und verbindet sie mit internationalen
Konzepten wie Adaptive Social Protection. Die Projektgruppe besteht aus drei
Teilprojekten: TP1 erfasst klimainduzierte Vulnerabilität entlang Exposition und
Sensitivität in unterschiedlichen Lebenswelten, TP2 untersucht adaptive Kapazität als
Verschränkung technischer (z. B. Schutztechnik, Frühwarnsysteme) und
sozialpolitischer (z.B. Versicherung, Prävention, soziale Dienste) Infrastrukturen. TP3
analysiert Gerechtigkeitsvorstellungen der Klimaanpassung, insbesondere
Spannungen um Technikvertrauen und Demokratie vs. Expertokratie.