Sozialpolitische Dimensionen der Klimaanpassung
Auf einen Blick
Politikwissenschaft
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Projektbeschreibung
Die Projektgruppe untersucht die bislang vernachlässigte Rolle von Sozialpolitik im Kontext der Klimaanpassung: Sozialstaatliche Institutionen reagieren nicht nur auf neue klimabedingte Belastungen, sondern prägen selbst gesellschaftliche Resilienzprozesse. Die Gruppe arbeitet heraus, wie sozialpolitische Instrumente, Rechte und Institutionen klimainduzierte Ungleichheiten beeinflussen, Anpassung legitimieren oder neue Konflikte erzeugen. Theoretisch knüpft die Gruppe an die Debatte um soziale Risiken dritter Generation an und verbindet sie mit internationalen Konzepten wie Adaptive Social Protection. Die Projektgruppe besteht aus drei Teilprojekten: TP1 erfasst klimainduzierte Vulnerabilität entlang Exposition und Sensitivität in unterschiedlichen Lebenswelten, TP2 untersucht adaptive Kapazität als Verschränkung technischer (z. B. Schutztechnik, Frühwarnsysteme) und sozialpolitischer (z.B. Versicherung, Prävention, soziale Dienste) Infrastrukturen. TP3 analysiert Gerechtigkeitsvorstellungen der Klimaanpassung, insbesondere Spannungen um Technikvertrauen und Demokratie vs. Expertokratie.
Beteiligte Einrichtungen
Institut für Sozialwissenschaften
Anschrift
Institutsgebäude, Universitätsstraße 3b, 10117 Berlin