Spiritualität, Moral und Geschlecht. Lutherische Gebetsfrauen in Südafrika im 20. Jahrhundert
Auf einen Blick
DFG Sachbeihilfe
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Projektbeschreibung
Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Geschichte der aus der Berliner Mission hervorgewachsenen lutherischen Gebetsfrauen in Südafrika zu rekonstruieren und innerhalb der modernen südafrikanischen Geschichte sowie der neueren Missions- und Geschlechtergeschichte zu verorten. Die Bewegung der Gebetsfrauen soll als ein gesellschaftliches Phänomen betrachtet werden, das aus der Begegnung von afrikanischer Kultur mit christlicher Mission entstand. Die Gebetsfrauen agierten dabei als kulturelle Mittlerinnen zwischen verschiedenen Konzepten von Gemeinschaft, Moral, Spiritualität, Solidarität und Geschlecht. Das Projekt ist mithin ein Beitrag zur Frage nach der Übersetzung, Aneignung und Transformation christlich-europäischer Kulturelemente in einem afrikanischen Kontext durch Frauen. Das Projekt fragt aber auch danach, wie diese Frauen als Nicht-Ordinierte ihrerseits die Arbeit der Mission beeinflussten. Das heißt, ihr Denken und Tun wird als Teil eines nach beiden Seiten offenen Transkulturationsprozesses gesehen.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. phil. habil. Albert Wirz
- Geschichte Afrikas